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Verdacht auf Missbrauch von EU-Förderungen in Italien

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Die italienische Finanzpolizei hat bei einer Untersuchung gegen einen Weinproduzenten in Brindisi Immobilien im Wert von mehr 520.000 Euro beschlagnahmt. Der Produzent steht im Verdacht, beantragte EU-Förderungen für den Umstieg auf ökologischen Weinbau veruntreut zu haben. Auf Antrag der Europäischen Staatsanwaltschaft (EPPO) in Neapel ließ ein Richter die Vermögenswerte einfrieren, bis das Gericht in Lecce eine Voruntersuchung abgeschlossen hat. Die EPPO ist als unabhängige öffentliche Anklagebehörde für die Untersuchung und Verfolgung von Straftaten gegen die finanziellen Interessen der EU zuständig.

Der Name des Produzenten wurde nicht genannt, auch nicht die Identitäten der verdächtigten Personen. Ihre Anwälte haben bestätigt, dass die Umstellung auf Bioweinbau eingeleitet wurde, um von der EU mitfinanziertes Fördergeld zu erhalten, erklärte die EPPO. Bei Kontrollen des italienischen Zertifizierungsinstituts ICEA seien aber Chemikalien im Boden festgestellt worden, die im ökologischen Landbau nicht erlaubt sind. 

Jährlich werden mehr als eine Milliarde Euro an EU-Förderung für die Unterstützung der Weinbranche bei Umstrukturierungen und Marketing bereitgestellt. Die Anzahl der biologisch bewirtschafteten Weinberge in Italien ist seit 2012 um 138 Prozent gestiegen. Ende 2023 war laut Zahlen der Europäischen Kommissio fast ein Fünftel der Weinbaufläche Italiens biologisch zertifiziert.

(al / Quelle: decanter)

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