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Liv-ex erwartet weitere Preisrückgänge

Liv-ex
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Der fast 20 Jahre dauernde Preisaufschwung für Burgunder auf dem Sekundärmarkt ist im Oktober 2022 zu Ende gegangen. Wie die weltweite Weinhandelsplattform London International Vintners Exchange (Liv-ex) in einem aktuellen Report veröffentlichte, ist ihr Liv-ex Burgundy 150 Index seither um 17,4 Prozent gefallen. Das ist deutlich mehr als der Liv-ex Fine Wine 100 Index, der die weltweit meistgehandelten Spitzenweine abbildet. Auch im Vergleich mit anderen Kapitalanlage-Formen verlor der Liv-ex Burgundy 150 Index seit Oktober 2022 deutlich an Attraktivität (siehe Bild).

Nach der aufgrund von Wettereinflüssen sehr kleinen Erntemenge 2021, die zu Preiserhöhungen führte, brachte 2022 gute Qualitäten in ausreichender Menge. Zum ersten Mal seit zehn Jahren wurden wieder die Durchschnittserträge von über 40 Hektoliter pro Hektar erreicht. Außerdem bewahrten kühle Nächte die Säure in den Trauben, was zu qualitativ hochwertigen Weinen führte.

Trotzdem sanken die Preise auf dem Sekundärmarkt. Laut Liv-ex habe die Burgunder-En-Primeur-Kampagne 2021 womöglich "das Fass zum Überlaufen gebracht". Dass die meisten Weine trotz ihrer hohen Preise ausverkauft waren, liege weniger an der gesteigerten Nachfrage, sondern nur an den geringen verfügbaren Mengen. War Burgund im Jahr 2022 noch die am schnellsten wachsende Region auf dem Sekundärmarkt, ging der Handelswert von Burgunderweinen 2023 um fast 32 Prozent zurück. Die gehandelten Mengen sanken von ihrem Höchststand im März 2023 bis Dezember 2023 um 31 Prozent. Dabei zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen Grand Crus und Weinen aus Village-Appellationen: Die Menge von Grand Crus sank gegenüber 2022 ebenfalls um 32 Prozent, die der Village-Weine nur um 15 Prozent. Die zunehmende Beliebtheit der Ortsweine zeigt sich auch im längerfristigen Vergleich: In den vergangenen sieben Jahren stieg die gehandelte Menge von Grand Crus um 33 Prozent, ihr Handelswert um 124 Prozent. Im selben Zeitraum legten Villages in der Menge um 23 Prozent, im Wert hingegen um 222 Prozent zu.

„Das Verhältnis zwischen Bietern und Angebot ist im Burgund das niedrigste unter den wichtigsten Regionen auf dem Sekundärmarkt“, schreiben die Liv-ex-Analysten  in ihrem  Report. Das weise auf eine erhöhte Risikoaversion hin - und sei ein Zeichen dafür, dass die laufende Preiskorrektur noch weitergehen werde, vor allem aufgrund der wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten.

(al / Quelle: Liv-ex)

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