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Die EU-Kommission hat bestätigt, dass Kroatiens Antrag auf die Anerkennung des Namens "Prošek" als traditionellen Begriff gültig und zulässig ist. Die Kommission werde das Verfahren fortsetzen und die Veröffentlichung im Amtsblatt der EU vornehmen. Auch wenn damit der Antrag vom Juli 2021 zwar nicht anerkannt, sondern nur angenommen ist, schlagen italienische Institutionen Alarm. Sie sehen darin einen Versuch Kroatiens, von der weltweiten Bekanntheit des Namens Prosecco zu profitieren und befürchten eine Schwächung ihrer Marke.

Das italienische Landwirtschaftsministerium habe sich bereits gegen diese Anerkennung ausgesprochen und werde jedes Argument nutzen, um den Antrag abzulehnen. „Wenn das Verfahren trotz des Widerstands Italiens durchgeführt werden sollte, wird unser Land den Gerichtshof der EU anrufen, wo es sehr wahrscheinlich ist, dass den italienischen Klagen stattgegeben wird“, ließ das Landwirtschaftsministerium in Rom verlauten. Nach der Veröffentlichung des Antrags im Amtsblatt der EU gilt eine Frist von zwei Monaten, in der die italienischen Behörden Einspruch einlegen können.

Bereits nach seinem EU-Beitritt 2013 hatte Kroatien vergeblich versucht, den Namen „Prošek“ als geschützte Herkunftsbezeichnung für den auf der Insel Hvar aus angetrockneten Trauben hergestellten Süßwein zu schützen. Damals hatte die EU-Kommission zugunsten des italienischen Prosecco entschieden. Die kroatischen Behörden hatten Einspruch gegen das Urteil angekündigt.  

( ru / Quelle: Informatore agrario; Foto: wikipedia)

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