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Gegen vier spanische Weinkellereien und Bodegas in der Region Valdepenas ermittelt die spanische Polizei wegen Betrugs und irreführender Werbung. Laut Staatsanwaltschaft verkauften die Betriebe landesweit Crianza-, Reserva- und Gran-Reserva-Weine, die nicht den Produktionsbestimmungen der geschützten Ursprungsbezeichnung (PDO) entsprechen. So seien die Angaben zur Mindestdauer der Reifung, bei der Reife in Eichenfässern sowie in der Flasche falsch. Die Staatsanwaltschaft hat dahei eine Klage gegen die Betriebe Félix Solís, García Carrión, Bodegas Navarro López und Bodegas Fernando Castro beim Nationalen Gericht eingereicht.

Bereits am 5. April habe Richter José Luis Calama die schweren Vorwürfe der irreführenden Werbung, des Betrugs und der Dokumentenfälschung angehört, berichtet die spanische Tageszeitung Diario de Sevilla. Nach Ansicht des Richters sei auf den Etiketten der Weinflaschen die Bezeichnungen Reserva oder Gran Reserva angegegeben, obwohl der Wein „ohne Einhaltung der in den Spezifikationen angegebenen Fassreifungszeiten hergestellt wurde“. Das sei „irreführend“. Das Gericht hat daher die Einheit für Spezial- und Gewaltkriminalität (UDEV) und die Einheit für Wirtschafts- und Steuerkriminalität (UDEF) der Polizei aufgefordert, genau zu ermitteln, wie viele Flaschen des beanstandeten Weins zu welchem Preis verkauft worden seien.

Den Produzenten wird zudem vorgeworfen, deutlich größere Mengen des Weins verkauft zu haben, als sie bei der Aufsichtsbehörde deklariert hätten. Der Richter habe laut dem Bericht darauf hingewiesen, „dass alle beteiligten Weingüter ihre Geschäfte seit vielen Jahren betreiben und wissen, was von ihnen erwartet wird“.

(uka / Quelle: Diario de Sevilla, EuroWeekly)

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