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Der Verkauf italienischer Weine im Handel ist im ersten Halbjahr 2022 deutlich gesunken. In den wichtigsten Exportmärkten USA, Deutschland und Großbritannien verloren Weine aus Italien 10,6 Prozent in der Menge und 8,1 Prozent im Wert, das entspricht einem Minus von 2,26 Mrd. Euro. Im deutschen Handel wurden nach Angaben der Unione Italiana Vini (UIV) auf Basis von Daten des Marktanalyseunternehmens NielsenIQ rund 10,5 Prozent weniger italienische Weine verkauft. Schwere Einbrüche gab es bei Pinot Grigio (-18 Prozent), Nero d’Avola (-24 Prozent), Chianti (-19 Prozent) und Primitivo (-9 Prozent).

Valpolicella verlor sogar 50 Prozent, Schaumwein (Spumante) 18,5 Prozent und Frizzante 12 Prozent, wobei Prosecco Frizzante um 29 Prozent nachgab. Zugelegt haben nur Grillo um 6,5 Prozent und Roséweine um 9 Prozent. Insgesamt ging der Wert der verkauften italienischen Weine um 10 Prozent zurück.

Noch schwieriger ist Situation in Großbritannien mit einem Minus von 14 Prozent, etwas weniger dramatisch in den USA mit minus 7,5 Prozent. Die untersuchten Absatzkanäle sind für rund 70 Prozent der Verkäufe zuständig.

Laut Paolo Castelletti, dem Generalsekräter des UIV, gibt es eine „erhebliche Diskrepanz zwischen den zu Beginn des Jahres erfassten Exportdaten und dem tatsächlichen Verkauf. Es besteht die Befürchtung, dass das in den kommenden Monaten zu einer Verlangsamung der Bestellungen führen wird, umso mehr, wenn die Inflation auch in den Regalen deutlicher zu spüren sein wird.“

(al / Quelle: UIV; Foto: 123rf)

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