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Fast jeder Weinfan hat es schon erlebt: Der teure Champagner verteilt sich beim Öffnen über die Gäste. Oder der Korken lässt sich auch mit roher Gewalt nicht lösen. Geht das auch anders? Wir haben drei Schaumwein-Öffner im Alltag getestet.

Schaumweine stehen für gute Stimmung, und die Auswahl war noch nie so üppig: Ob Prosecco, Champagner, Cava oder Crémant und erst recht deutscher Sekt: Fast alle Herkünfte haben in den vergangenen Jahren deutlich an Qualität zugelegt. Viele Weinfans haben deshalb eine Flasche griffbereit im Kühlschrank stehen. Eine nervige Hürde ist oft allerdings das Öffnen der Flasche. Bombenfest sitzende Verschlüsse passen nicht zur Partystimmung. Im ungünstigsten Fall bricht man sich erst fast die Finger. Schließlich fliegt der Korken unkontrolliert aus der Flasche und lässt Gläser zerspringen. Oder die gut gekleideten Gäste werden mit dem teuren Inhalt geduscht. Für die Siegerehrung bei Formel-1-Rennen geht das noch in Ordnung, für Weinfans ist es aber einfach peinlich.

Der Einsatz eines Sektöffners, der seinen Job zuverlässig erledigt, ist daher keine Schande. Wir haben drei Modelle mit jeweils verschiedenen Funktionsweisen im Alltag mit verschiedenen jungen sowie gereiften Schaumweinen getestet und miteinander verglichen. Was können sie besser im Vergleich zum Öffnen mit der Hand? Wie zuverlässig und sicher funktionieren Sie?

 

 

VacuVin

VacuVin Champagne Opener

Der Champagne Opener macht’s im Handumdrehen. Zuerst wickelt man die Flasche aus der Stanniol-Kapsel und entfernt die Agraffe. Danach stülpt man die vier Zinken über den Korken, so dass sich die Zähne ins Material senken. Jetzt stellt man die Flasche auf den Tisch, hält den Champagne Opener zwischen Daumen, Zeige- und Mittelfinger fest und dreht unten an der Flasche (nicht am Öffner). Der Hebelwinkel ist trotz der schmalen Abmessungen größer als mit der Hand, selbst festsitzende Korken lassen sich so aus der Flasche heben. Am Ende hat man ihn mit einem leisen Plopp in der Hand und kann ihn aus dem festen Griff der Metallzinken befreien.

Der mit rund 15 Euro recht günstige Metallguss-Öffner liegt mit seiner glatten Metalloberfläche schmeichelhaft in der Hand und ist ergonomisch gut gestaltet. Bei extra-hartnäckigen Korken, die bei lange gereiften Flaschen immer mal wieder vorkommen, kann es aber passieren, dass man sehr kraftvoll zupacken muss. In solchen Fällen ist er für zarte Hände weniger geeignet. Eingeschränkt empfehlenswert ist der Öffner zudem für die Hochzeitsparty, wo der Schampus in Strömen fließt und man Flaschen im Minutentakt aufzieht. Ansonsten ist der Champagne Opener empfehlenswert. Der nahezu unzerstörbare kleine Helfer funktioniert zuverlässig – und passt problemlos ins Reisegepäck. Für alle Fälle.

 

 

Le Creuset

Le Creuset SW-105

Der SW-105 ist mehr als ein Öffner. Auf der Innenseite verfügt er über ein großes Gewinde, das man über den Korken schraubt. Sobald der Öffner auf dem Flaschenhals aufsetzt, dreht man einfach weiter und schon löst sich der Korken aus dem Flaschenhals. Das funktioniert leichter als erwartet. Interessanterweise löst er sich auch bei einer sehr kalten Flasche, die nicht geschüttelt wurde, mit einem hübschen “Plopp” aus der Flasche.

Der zweite Vorteil: Man muss nicht in Deckung springen, um aus der Flugbahn des Korkens zu kommen. Denn nach oben hin laufen die beiden Bügel des Öffners konisch zusammen und schließen mit einem fest verbundenen Deckel ab. Der Korken fängt sich in der Verjüngung. So muss niemand auf dem Boden herumkriechen, um ihn unter der Kommode hervorzuholen. In unserem Vergleich ist er damit eindeutig der praktischste Öffner.

Allerdings ist der SW-105 aus massivem Metall mit etwa 60 Euro nicht ganz günstig zu haben. Hergestellt wird er von Le Creuset aus Frankreich, der mit seinen Gusseisen-Töpfen berühmt geworden ist. Der Öffner ist in edel behandelten Oberflächen zu haben, etwa in glänzendem Granite Crystal, schwarzem Nickel oder mattem Silber. Es gibt zudem eine Version aus Rauchglas-farbenem Kunststoff, die mit rund 23 Euro weniger als die Hälfte kostet.

 

 

L'Atelier du Vin

L'Atelier du Vin – Pince à Bouchon

Der Trick ist so einfach. Vielleicht ist deshalb noch keiner drauf gekommen? Bei Sektflaschen laufen die Drähte des Korbs durch kleine Nuten im Korken, damit sie nicht verrutschen. Der Pince à Bouchon macht sich das zunutze. Er verfügt über eine metallene Mütze genau in der Form des Korkens. Dabei greifen die Nasen im Öffner genau in die Kerben des Korkens. So hält die Champagnerzange (etwa 25 Euro) den Korken schon mal ohne großen Aufwand fest. Das findet jeder sympathisch, der einen festgebackenen Korken schon mal mit bloßen Händen rausdrehen musste. Dazu verfügt das Gerät über einen langen Griff für die ganze Hand. Damit lässt sich eine sehr nützliche Hebelwirkung gegen festsitzende Korken erzeugen. Die andere Hand legt man einfach um den Flaschenhals, den Daumen von oben auf das Hütchen. Nun dreht man mit minimalem Kraftaufwand am Hebel den Korken aus dem Hals. Keine Spritzerei, keine abgebrochenen Nägel. Das funktioniert so einfach, dass man sich wundert, warum es so etwas nicht in jedem Haushalt gibt.

Der Hersteller L'Atelier du Vin aus Paris produziert edle Wein-Accessoires. Eine Pariser Mode-Designerin entwirft die Formen. Deshalb sieht das Gadget nicht nur gut aus, es liegt auch sehr angenehm in der Hand. Zudem gibt es den Pince à Bouchon auch in Kombination mit einem clever gestalteten Kellnermesser (rund 130 Euro). Der Soft Machine Dandy hebelt die Spindel des Korkenziehers mit viel größerer Kraft als ein herkömmliches Kellnermesser aus dem Flaschenhals - und das auch noch in einem Rutsch. Das gute Stück aus Edelstahl und Messing mit Griffschalen aus Acetat zitiert elegant die 20-er Jahre. Viel mehr lässt sich in so einfach funktionierende Helfer nicht hineinpacken.

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