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Obwohl das Gebiet östlich von Cairanne und nördlich von Gigondas relativ klein ist, sind Landschaft und Bodentypen keineswegs einheitlich. Im Norden stehen die Reben in zum Teil relativ steilen Südhängen auf bis zu 360 Meter Seehöhe. Hier entstehen auf einem Untergrund aus zumeist Kalk und Mergel die feineren und komplexeren Weine der Region. Südlich von Rasteau schließen sich auf 120 bis 160 Metern Meereshöhe flachere Terrassen an. In den Böden wechseln sich Lehm, Kalk und Mergel ab. Die Weine des unteren Teils sind meist etwas rustikaler und breitschultriger als ihre nördlichen Verwandten.
Allen guten roten Rasteau sind ein eher heber Stil und fester Bau gemeinsam, die es den Weinen erlauben, auch hohe Alkoholgrade problemlos wegzustecken. Im Idealfall sorgt deutliche Mineralik für zusätzlich kühlende Wirkung. Die besten Exemplare sind vielschichtig, würzig, kraftvoll, tief und über viele Jahre entwicklungsfähig.
Hauptsorte bei den Rotweinen ist Grenache, die zu mindestens 50% im fertigen Wein enthalten sein muss, dazu kommen mindestens 20% Mourvedre und/oder Syrah, der Anteil der (gar nicht so wenigen) weiteren zugelassenen Sorten darf maximal 20% betragen. Der Vin Doux Naturell muss mindestens zu 90% aus den verschiedenen Grenache-Varianten (noir, gris, blanc) bestehen, auch hier ist die Liste der weiteren erlaubten Sorten lang.
Insgesamt haben wir in den letzten Wochen rund 40 Weine probiert, die wir Ihnen hier und als PDF vorstellen. Links zu den Weinen mit ausführlichen Beschreibungen sowie den Produzenten finden Sie hier.