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Das Jahr 2018 begann mit einem außergewöhnlich kalten Winter, auf den ein nasses und ebenfalls zu kühles Frühjahr folgte. Das hatte zwar den Vorteil, dass die Wasservorräte im Boden nach dem extrem trockenen Vorjahr wieder etwas aufgefüllt wurden, doch die Niederschläge waren besonders Ende Mai und Anfang Juni so heftig, dass die Weinberge zum Teil kaum oder gar nicht mehr betretbar – und erst recht nicht befahrbar – waren. Im Anschluss wurden die Bedingungen günstiger, und ab Mitte Juli sorgte dann ein stabiles Hochdruckwetter für einen entspannteren Reifeverlauf. Auch der Oktober bot stabiles Lesewetter, sodass die Winzer ohne Hektik ihre Trauben ernten konnten.
©Consorzio di Tutela Barolo Barbaresco Alba Langhe e Dogliani

In der Langhe spricht man von einem klassischen Jahrgang oder auch von einem Winzerjahr – beides Chiffren für einen Jahrgang, der reich an Herausforderungen war und den Winzern einiges abverlangte. Das ist auch den Weinen anzumerken, die die ganze Bandbreite an Qualitäten und Stilrichtungen abdecken, die Barolo zu bieten hat. Die besten Weine des Jahrgangs sind vor allem auf der eleganteren Seite zu finden und damit eher bei den Traditionalisten – auch wenn hier die Trennlinie längst nicht mehr so klar ist wie früher. Sie sind in Bestform komplex, fein, tief und im Idealfall schon heute betörend. Viele Barolo des Jahrgangs weisen aber auch ein relativ sprödes Tannin auf, dem nicht immer genügend reifer Saft gegenübersteht. Am anderen Ende der Skala wiederum finden sich Weine mit reichlich Alkoholkraft, die aber nur zum Teil auch ausreichend Konzentration und Tiefe besitzen, um eine gute Balance zu erreichen.

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