
Thomas Seeger wurde vor allem für seine kraftvollen weißen und roten Burgundersorten bekannt, denen er häufig einen beherzten Neuholz-Einsatz angedeihen ließ. Über diesen Stil konnten sich Anhänger und Gegner prächtig in die Haare geraten, obwohl die Weine oft ausgezeichnet reifen. Der schleichende Stilwandel, den das Weingut seit einigen Jahren vollzieht, könnte diesen Streit ohne Weiteres beilegen. Die Weine sind schlanker und feiner geworden, ohne dabei an Konzentration oder Tiefe einzubüßen. Das aktuelle Sortiment kennt keine Schwächen, schon die Basisweine sind bemerkenswert gut. Der 2022er Spätburgunder “Oberklam” könnte sich zum größten Rotwein der Betriebsgeschichte entwickeln; der Chardonnay “RR” aus dem gleichen Jahr gehört zur absoluten Spitze im Land, wenn es um weiße Burgundersorten geht.
Produzentenbeschreibung