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Winzer von Baden eG
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Die Genossenschaft Winzer von Baden in Wiesloch hat angekündigt, einen Insolvenzantrag zu stellen. Dies berichtet die Rhein-Neckar-Zeitung. Betroffen sind rund 900 Mitgliedswinzer, knapp 590 Hektar Rebfläche und 45 Beschäftigte. Als wichtigste Ursache nennt die Genossenschaft den rückläufigen Weinkonsum. Zusätzlich belasteten nach Unternehmensangaben gestiegene Kosten für Energie, Verpackung und Logistik den laufenden Betrieb. Diese hätten sich nicht über höhere Verkaufspreise ausgleichen lassen.

Hinzu kamen offenbar erhebliche Liquiditätsprobleme. Nach Informationen der Rhein-Neckar-Zeitung, die sich auf einen Wirtschaftsdatenanbieter beruft, soll zuletzt ein Verlust von rund 1,1 Millionen Euro bei Verbindlichkeiten von etwa 6,8 Millionen Euro bestanden haben. Diese Zahlen wurden von der Genossenschaft bislang nicht bestätigt. Zudem waren Auszahlungen des Traubengeldes an Mitgliedswinzer mehrfach verschoben worden. Weitere wirtschaftliche Einbußen entstanden durch den Austritt mehrerer angeschlossener Winzergenossenschaften. So schlossen sich 2025 Kürnbach und Sulzfeld dem Badischen Winzerkeller in Breisach an, im April dieses Jahres wechselte auch die Winzergenossenschaft Zeutern zu den Markgräfler Winzern.

Nach Angaben der Genossenschaft soll der Geschäftsbetrieb zunächst weiterlaufen. Auch die Verarbeitung der im Herbst geernteten Trauben ist vorgesehen, sofern die Finanzierung im Insolvenzverfahren gesichert werden kann. Die Löhne der 45 Beschäftigten sollen zunächst über das Insolvenzgeld abgesichert werden.

Für die Mitgliedswinzer besteht nun vor allem Unsicherheit über die bevorstehende Weinlese. Sie können ihre Trauben weiter an die Genossenschaft liefern, sofern der Geschäftsbetrieb fortgeführt wird. Alternativ können sie – soweit Verträge und Fristen dies zulassen – aber auch nach anderen Abnehmern suchen, etwa durch den Wechsel zu einer anderen Genossenschaft oder den Verkauf an private Weingüter. Offen ist zudem, wann noch ausstehende Traubengelder ausgezahlt werden. Bereits entstandene Forderungen würden im Insolvenzverfahren als Insolvenzforderungen behandelt.

(ru – Bild: wikipedia/Winzer von Baden eG))

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