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Der bekannte niederösterreichische Winzer und Rotweinpionier Anton Bauer aus Feuersbrunn (Wagram) ist unerwartet mit 54 Jahren gestorben. Nach ersten Informationen erlitt Bauer einen Herzinfarkt, der Notarzt konnte ihm nicht mehr helfen.
Anton Bauer prägte mit seinem kompromissloser Qualitätsanspruch über Jahrzehnte das Weinprofil des Anbaugebiets Wagram. Mit kraftvollen Rotweinen und roten Cuvées machte er sich nicht nur in Niederösterreich, sondern auch international einen Namen. In seinen besten Jahren wurden bis zu 70 Prozent der Produktion exportiert. Daneben fand er Anerkennung für strukturierte Weißweine, an deren Spitze die „Große Reserve“ stand. Ein zentrales Anliegen Bauers war es, Herkunft und Terroir des Wagram in seinen Weinen erlebbar zu machen.
Nach der Ausbildung an der Weinbauschule Krems und einem Praktikum im Burgund war Bauer mehrere Jahre als Önologe in einem größeren niederösterreichischen Weinbaubetrieb tätig. 1992 übernahm er das elterliche Weingut in Feuersbrunn am Wagram in vierter Generation. Ausgehend von 3,2 Hektar Rebfläche entwickelte er den Betrieb konsequent weiter und bewirtschaftete zuletzt rund 13 Hektar Eigen- sowie 27 Hektar Pachtflächen.
2024 geriet das Weingut in wirtschaftliche Probleme und meldete Insolvenz an. Im September 2025 wurde bekannt, dass der Investor Wolfgang Hochreiter aus Oberösterreich das Weingut übernommen hat. Der Betrieb sollte fortgeführt werden, Bauer war weiterhin als Weinmacher und Önologe vorgesehen. Die Ernte 2025 wurde bereits in dieser neuen Konstellation eingebracht. Der plötzliche Tod Anton Bauers stellt den Betrieb nun vor neue Herausforderungen.
(ru – Bild: Anton Bauer)