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Die US-Regierung will offenbar neue Zölle auf Wein und andere Genussmittel aus der Europäischen Union erheben. Der United States Trade Representative (USTR) hatte bereits im Dezember 2019 angekündigt, eine Überprüfung der importierten Waren in diesem Jahr vorzunehmen. Die aktuell erschienene Liste, auf die Zölle erhoben werden sollen, umfasst nun 30 weitere Kategorien – darunter Wein aus sämtlichen EU-Staaten, Schaumweine, Fassweine sowie Whisky aus Europa. Weiter stehen Gin und Genever, Bier und Schokolade, Oliven und koffeinfreier Kaffee auf der Liste.

Die Europäische Kommission hat die mögliche Verschärfung deutlich kritisiert. Damit entstehe ein „unnötiger ökonomischer Schaden auf beiden Seiten des Atlantiks“, „vor allem bei Unternehmen, die nun die Schwierigkeiten in Folge der Covid-19-Krise zu bewältigen“ hätten. Die Kommission zeigt sich besorgt, dass die möglichen Zölle nicht mehr mit den Regeln der Welthandelsorganisation WTO zu vereinbaren seien.

Als Gegenreaktion hat die EU Zölle in Höhe von 25 Prozent auf US-Whisky eingeführt. Sollten die Verschärfungen der US-Regierung eingeführt, würde dieser Zoll auf 50 Prozent steigen. Seit dem Beginn des Zollstreits sind die Exporte der amerikanischen Whisky-Produzenten um 33 prozent gefallen.

Die USA begründet die hohen Zölle mit den Subventionen der EU an den Flugzeughersteller Airbus im Wettbewerb mit Boeing.

(uka)

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