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US-Präsident Trump droht Frankreich erneut mit Zöllen von 200 Prozent auf französischen Wein und Champagner. Der Grund ist die Absage von Staatspräsident Macron zur US-Einladung am geplanten „Gaza-Friedensrat". Zu ihm hat Trump auch den russischen Präsidenten Putin geladen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte zuvor erklärt, sich nicht an diesem Gremium beteiligen zu wollen. Trump sagte dazu, Macron werde Teil des Rates werden, „müsse aber nicht teilnehmen“ – und verband dies direkt mit der Drohung des Weinzolls.
Bereits im März 2025 hatte Trump ähnliche Zölle auf Wein und Champagner in Aussicht gestellt, damals als Reaktion auf EU-Zölle auf US-Whiskey. Diese traten jedoch nicht in Kraft.
Die erneute Zolldrohung Donald Trumps gegen französischen Wein und Champagner reiht sich in ein bekanntes Muster ein. Strafzölle auf Wein gelten als bevorzugtes Druckmittel des US-Präsidenten gegenüber Frankreich, das er bereits seit seiner ersten Amtszeit regelmäßig einsetzt. Trump verweist dabei offen auf frühere Erfolge, vor allem auf den Streit um die französische Digitalsteuer (GAFAM-Steuer), bei dem er Emmanuel Macron mit Zöllen von bis zu 100 Prozent gedroht habe und Frankreich daraufhin nachgegeben habe.
Auch diesmal reagierte Trump reflexartig mit der Drohung auf Macrons Absage am geplanten Friedensrat. Frankreichs Landwirtschaftsministerin Annie Genevard bezeichnete dies als „inakzeptable“ und „brutale“ Drohung gegen einen ohnehin angeschlagenen Sektor. Die USA sind der wichtigste Exportmarkt für französische Weine. Seit 2025 verzeichneten die Produzenten einen deutlichen Exportrückgang in die USA.
(ru – Bild: 123rf)