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Wein erhöht das Sterberisiko erheblich weniger als andere alkoholische Getränke wie Bier oder Spirituosen – und kann bei im Vergleich identischer Alkoholmenge sogar positive Auswirkungen zeigen. Das ist das Ergebnis einer auf der Website des American College of Cardiology veröffentlichten Studie der UK Biobank. Für sie wurden die Daten von über 340.000 Briten analysiert, die zwischen 2006 und 2022 an einer der langfristig ausgelegten Untersuchungen teilgenommen haben. So hatten moderate Weintrinker ein um 21 Prozent niedrigeres Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben, als Personen, die gar nicht oder nur gelegentlich tranken.
Dabei hatte nicht nur die Menge, sondern auch der Getränketyp einen entscheidenden Einfluss auf die gesundheitlichen Folgen: Bei Menschen mit niedrigem und moderatem Alkoholkonsum ist demnach das Trinken von Spirituosen, Bier oder Apfelwein (Cider) mit einem signifikant höheren Sterberisiko verbunden als mit derselben Alkoholmenge in Wein. Für die geringeren Gesundheitsrisiken dürften laut Studienautoren bestimmte in Rotwein enthaltene Verbindungen wie Polyphenole und Antioxidantien verantwortlich sein, die Vorteile für das Herz-Kreislaufsystem bringen können. Außerdem werde Wein häufiger in Verbindung mit Mahlzeiten und von Menschen mit gesünderer Ernährungs- und Lebensweise in Gesellschaft genossen.
Als niedriger Alkoholkonsum gelten bei Männern 20 Gramm pro Woche bis 20 Gramm pro Tag, was einem Viertelliter Wein entspricht. Für Frauen liegt die Grenze bei 20 Gramm pro Woche bis 10 Gramm pro Tag. Moderater Alkoholkonsum ist für Männer mit 20 bis 40 Gramm und Frauen mit 10 bis 20 Gramm pro Tag definiert.
(al; Bild: Gemini AI)
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