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Die sizilianischen Winzergenossenschaften im Westen der Insel kämpfen mit Überproduktion und hohen Lagerbeständen. Besonders betroffen sind Rotweine aus der Provinz Trapani, die mit rund 56.000 Hektar Rebfläche eine der größten Anbaugebiete Italiens ist.
Da große Mengen Wein derzeit unverkäuflich sind oder noch nicht vom Handel abgerufen wurden, fordern die Winzer eine schnelle Unterstützung vor der nächsten Weinlese. Die Regionalregierung hat daraufhin mit den wichtigsten Genossenschaften und Verbänden über Krisendestillation und Grüne Lese verhandelt.
Graziano Scardino, Präsident des Bauernverbands „Cia Sicilia“, forderte einen Mindestpreis für die Destillation von 0,70 Euro pro Liter. Luca Sammartino, Landwirtschaftsreferent der Region Sizilien, hat daraufhin die Bereitschaft signalisiert, die Krisendestillation über ungenutzte Budgets der EU-Absatzförderung für Wein laufen zu lassen. Er versicherte, dass alle Anträge finanziert würden, allerdings könne die Destillation vor Juni technisch nicht starten. Zudem sollen die Genossenschaftskellereien auch weiter finanziell unterstützt werden. Ähnliche Strategien diskutieren auch die Verantwortlichen der Region Piemont, um die Bestände bei Rotweinen wie Barbera zu reduzieren.
(ru – Bild: 123rf)
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