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Ein Frostereignis in Ungarn am 1. Mai wird zu schweren Verlusten bei der Traubenernte in der Großen Tiefebene führen. Besonders betroffen sind die Weinbaugebiete Hajós-Baja, wo 1.500 der 1.800 Hektar beschädigt wurden, und Kunság, wo auf drei Viertel der 20.000 Hektar Rebfläche keine Trauben wachsen dürften. Das berichtet die ungarische landwirtschaftliche Nachrichten-Website Agrárágazat. In einigen Orten wurden mit Temperaturen unter minus 5 Grad Celsius neue Tiefstwerte an diesem Datum gemessen.
Die ausgetriebenen Reben waren durch die Dürre im April bereits geschwächt und somit noch sensibler für Minus-Temperaturen. Die finanziellen Verluste belaufen sich laut Agrárágazat auf 30 Milliarden Forint (rund 84 Millionen Euro). Die Kosten für die weitere Pflege der Weinberge, die in diesem Jahr keinen und in den Folgejahren kleinere Erträge bringen, werden mit rund 2.000 Euro pro Hektar beziffert.
Ungarns Weinbau leidet auch stark unter der Rebkrankheit Flavescence dorée (Goldgelbe Vergilbung), wie wein.plus im Herbst berichtet hat.
(al; Bild: wikimedia commons Karl Bauer)
Champagne befürchtet ein Drittel Ernteverlust durch Frost