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Die deutschen Verbraucher greifen immer öfter zu Rosé- und alkoholfreien Weinen. Dies gab das Deutsche Weininstitut (DWI) auf der ProWein bekannt. Laut einer vom DWI beauftragten Marktanalyse von NielsenIQ stieg die Einkaufsmenge alkoholfreier Weine 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 86 Prozent, während der Umsatz um 68 Prozent wuchs. Die Käuferbasis erweiterte sich um 17 Prozent, und die Wiederkaufrate nahm leicht zu – ein Zeichen für steigende Akzeptanz und verbesserte Qualität. Dennoch bleibt der Marktanteil alkoholfreier Weine mit etwa 1,5 Prozent weiterhin vergleichsweise gering.
Auch der Trend zu frischen und fruchtigen Weinstilen hält weiter an. Roséweine konnten ihren Marktanteil auf 14 Prozent steigern, während der Absatz von Rotweinen weiter rückläufig ist. Mit einem stabilen Marktanteil von 47 Prozent behauptet sich Weißwein als meistgekaufte Kategorie. Besonders deutsche Weißweine gewinnen an Bedeutung: Ihr Anteil am Weißweinsegment stieg um zwei Prozentpunkte auf 55 Prozent. Grauburgunder und Weißburgunder verzeichneten eine besonders hohe Nachfrage.
Der Lebensmitteleinzelhandel bleibt die wichtigste Bezugsquelle in Deutschland. Er dominiert weiterhin mit einem Marktanteil von 64 Prozent, wobei Discounter 37 Prozent und Supermärkte 27 Prozent ausmachen. Online-Weinkäufe kommen auf 13 Prozent des Gesamtmarktes. Deutsche Weine werden zudem häufig direkt vom Erzeuger bezogen – dieser Vertriebskanal hat einen stabilen Anteil von 21 Prozent.
(ru / DWI)