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Das Champagnerhaus Louis Roederer untersucht, ob Mischsatz im Weinberg die Folgen des Klimawandels mildern kann. Das berichtet das Magazin The Drinks Business. Versuchsweise hat das Unternehmen bereits 2006 einen Weinberg im gemischten Satz bepflanzt. Er liegt in Cumières und ist nach Süden und Südosten ausgerichtet, so dass er viel Sonne erhält. Der eher kühle Boden besteht aus Lehm auf einer Unterlage aus Kalkstein. Auf zehn Hektar stehen dort die Rebsorten Pinot Noir, Pinot Meunier, Chardonnay, Petit Meslier, Arbane, Pinot Gris und Pinot Blanc. Sie alle sind für die Produktion von Champagner zugelassen. In besonders heißen Jahren erntet Roederer alle Trauben zur gleichen Zeit und erzeugt daraus einen Jahrgangschampagner ohne Dosage. So entstanden bisher die Brut-Nature-Champagner der Jahrgänge 2006, 2009, 2012, 2015 und 2018.
„Die traditionellen Rebsorten ergänzen einander und können sich im Laufe der Zeit anpassen“, erklärt Roederers Kellermeister Jean-Baptiste Lécaillon. Das Projekt diene auch dem „Erhalt des kulturellen Erbes“, weil es die Sortenvielfalt bewahre. „Die Erhaltung dieses genetischen Materials garantiert den Geschmack und verhilft unseren Reben zu Widerstands- und Anpassungsfähigkeit gegenüber den Herausforderungen, die der Klimawandel mit sich bringen kann“, sagt Lécaillon.
(cs)
Wenn Reben nicht in Rente gehen