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Das Champagnerhaus Louis Roederer will Medienberichten zufolge das Weingut Domaine Pierre Damoy in Gevrey-Chambertin (Burgund) übernehmen. Der Betrieb liegt in der Côte de Nuits und ist für seine Grand-Cru-Weine bekannt. Die geplante Transaktion umfasst rund acht Hektar Rebfläche in bedeutenden Lagen, darunter Chambertin, Chambertin-Clos de Bèze und Chapelle-Chambertin. Der Abschluss steht noch unter dem Vorbehalt finaler Verträge und Genehmigungen. Finanzielle Details wurden nicht veröffentlicht.
Mit dem möglichen Zukauf verfolgt Louis Roederer seine Strategie, das Geschäft über die Champagnerproduktion hinaus zu diversifizieren. Das 1776 gegründete und in Reims ansässige Unternehmen bewirtschaftet rund 250 Hektar Rebfläche, ein großer Teil davon ist biologisch zertifiziert. Über die „Roederer Collection“ hält die Gruppe bereits Beteiligungen an weiteren Weingütern sowie an Vertriebs- und Hospitality-Aktivitäten.
Ein Unternehmenssprecher erklärte, die Transaktion sei Teil der langfristigen Ausrichtung, neben dem Kerngeschäft weitere hochwertige Weingüter zu vereinen und dabei deren Identität zu bewahren. Die Ursprünge der Domaine Pierre Damoy reichen ins frühe 20. Jahrhundert zurück. Der Unternehmer Julien Damoy (geb. 1844) begann seine Karriere als Lebensmittelhändler und baute in Paris ein erfolgreiches Handelsunternehmen auf, das während der Belle Époque zu den bedeutendsten seiner Branche in Frankreich zählte.
Als leidenschaftlicher Weinfreund investierte Damoy nach der Reblauskrise gezielt in Weinberge in Burgund – zu einer Zeit, als der Weinbau wirtschaftlich stark geschwächt war. Diese strategische Entscheidung legte den Grundstein für das heutige Weingut, das sich bis in die Gegenwart im Familienbesitz entwickelte und zuletzt von seinem Nachfahren Pierre Damoy geführt wurde.
(ru – Bild: Pierre Damoy)