|
Eine Studie des Robert-Koch-Instituts (RKI) zur Gesundheitssituation in Deutschland kommt zu dem Schluss: Rund ein Drittel der Erwachsenen in Deutschland konsumiert Alkohol in gesundheitsschädlichen Mengen. Besonders Männer sowie Menschen mit höherer Bildung sind betroffen. Das RKI fordert deshalb Strategien zur Reduzierung des Konsums, etwa Werbeverbote, höhere Steuern und eine eingeschränkte Verfügbarkeit.
Dabei stammen die Daten aus den Jahren 2019/20, für die über 22.000 Erwachsene telefonisch befragt wurden. Die Studie mit Namen „Gesundheit in Deutschland aktuell“ wurde nun aber nach den 2023 von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) definierten Risikogrenzen neu bewertet.
Laut dem Positionspapier der DGE gibt es keinen gesundheitlich risikofreien Alkoholkonsum. Ein bis zwei alkoholische Getränke pro Woche seien mit einem geringen, drei bis sechs mit einem moderaten und mehr als sechs mit einem hohen Risiko für gesundheitliche Folgeschäden assoziiert. Nach diesen Kategorien wurden die Daten erneut ausgewertet.
Laut der Erhebung weisen demnach 44,2 Prozent der Männer und 21,4 Prozent der Frauen ein moderates bis hohes Risiko auf. Völlig risikofrei sei nur Abstinenz. Der Umfrage zufolge verzichten rund 21 Prozent der Bevölkerung vollständig auf Alkohol.
(ru)
AIV: Europas Weinkultur in „existenzieller Gefahr durch die WHO“
Moderater Alkoholkonsum schützt das Herz-Kreislauf-System
Risiken durch moderaten Alkoholkonsum "völlig übertrieben"