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Albinfo - wikipedia
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Der bekannte italienische Önologe Riccardo Cotarella übernimmt eine zentrale Rolle beim geplanten Neustart des Weinbaus in Albanien. Die Initiative geht auf den albanischen Premierminister Edi Rama zurück. Ziel ist es, die Qualität der Weine zu steigern und Albanien als Weinland international sichtbarer zu machen.

Cotarella ist Präsident des italienischen Önologenverbands Assoenologi und berät zahlreiche renommierte Weingüter in Italien. Für Albanien soll er ein langfristiges Entwicklungsprogramm begleiten. Im Fokus stehen die Modernisierung des Weinbaus und die stärkere Nutzung autochthoner Rebsorten.

„Die Idee ist, eine authentische albanische Weinidentität aufzubauen“, erklärte Cotarella der italienischen Nachrichtenagentur Ansa. Der Plan sehe zunächst eine Kartierung der am besten geeigneten Anbauflächen vor. Geplant seien Bodenstudien, Klimaanalysen und Untersuchungen der DNA der Rebsorten, um die Eignung der verschiedenen Sorten für die jeweiligen Gebiete zu prüfen. „Von zentraler Bedeutung wird auch die Entstehung einer neuen Versuchskellerei innerhalb der Universität Tirana sein. Dort soll ein Labor für Boden- und Weinanalysen eingerichtet werden, das zu einem wissenschaftlichen und Ausbildungszentrum für die Branche werden soll“, sagte Cotarella weiter.

Besonderes Interesse gilt traditionellen albanischen Rebsorten wie Kallmet, Shesh i Zi, Shesh i Bardhë, Vlosh und Puls. Nach Einschätzung Cotarellas besitzt Albanien gute Voraussetzungen für eigenständige Weine mit klarem regionalem Profil.

Albanien verfügt derzeit über rund 10.000 Hektar Rebfläche. Viele Weinberge werden noch traditionell bewirtschaftet. Gleichzeitig wächst das Interesse internationaler Investoren und Produzenten an der Region. Cotarella geht davon aus, dass erste Ergebnisse des Programms in zwei bis drei Jahren sichtbar werden könnten. Für neu angelegte Weinberge rechnet er mit einem Zeitraum von fünf bis sechs Jahren bis zur regulären Produktion.

(ru – Bild: Albinfo - wikipedia)

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