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Die ProWein Düsseldorf vom 15. bis 17. März 2026 steht unter dem Leitmotiv „Cultivate the visionary in you“ („Entfalte deine visionäre Kraft“). Damit verfolgt die Messe eine klare strategische Neuausrichtung, die damit auf Effizienz, Internationalität und eine stärkere Business-Relevanz fokussiert werden soll. Ziel sei es, die ProWein stärker als „kuratierte B2B-Plattform" zu positionieren und weniger als reine Produktschau. Vor allem das Besuchermanagement soll dazu optimiert werden. Mit dem neuen „Hosted Buyers & Concierge Programm“ will die Messe internationale Top-Einkäufer gezielt ansprechen und betreuen. Ergänzt werde dies durch den Ausbau digitaler Infrastrukturen wie einer erweiterten Produktdatenbank und dem überarbeiteten Matchmaking-Tool „Fair Match“.
Zentrales Element der Neupositionierung ist aber das überarbeitete Hallenkonzept. Die von der Messeleitung erwarteten, etwa 4.000 Aussteller aus mehr als 60 Nationen werden in den Hallen 1 bis 7 gebündelt. Durch verdichtete Standarchitektur und eine klarere Länderstruktur soll die Sichtbarkeit der Aussteller erhöht und die Orientierung für Fachbesucher deutlich verbessert werden. Die von den Organisatoren erwartete „Reduktion der Laufwege um bis zu 30 Prozent" soll die Grundlage für dichtere Terminplanung schaffen, für höhere Besuchsfrequenzen pro Stand und eine insgesamt effizientere Nutzung der Messezeit.
Frankreich präsentiert seine Weine ab 2026 in Halle 4 mit allen bedeutenden Weinregionen und einer Premium-Fokussierung durch die Jahrgangspräsentationen der Union de Grands Crus de Bordeaux. Deutschland und Österreich treten gemeinsam in Halle 1 auf und nutzen die Plattform zur Profilierung von Kleinstbetrieben über Genossenschaften bis hin zu qualitätsorientierten Verbänden wie dem VDP.
Italien belegt die ausgebuchte Halle 3 mit einer Spannweite vom Mainstream bis zu hochwertigen Herkunftsprofilen. Spanien positioniert sich in Halle 6, mit starker Präsenz klassischer Exportregionen, während Portugal in Halle 7a ein stark exportfokussiertes Standkonzept verfolgt. Mittel- und osteuropäische Weinländer sowie neue Herkunftsländer werden laut Messe sichtbarer in größere Länderpavillons integriert. Auch die Nationen aus Übersee sollen durch die neue Bündelung mehr Sichtbarkeit erhalten.
Parallel dazu rücken Spirituosen stärker in den Vordergrund. Mit ProSpirits belegt das Segment erstmals zwei Hallen und vereint rund 500 Aussteller aus mehr als 50 Ländern. Diese Ausweitung sei ein deutliches Signal für die wachsende Bedeutung dieser Kategorie in der Gastronomie. Ergänzt wird die Messe durch thematische Formate: Die „ProWein Agora" fungiert als Bühne für Marktanalysen, Innovationen und Zukunftsthemen. Das Format „ProWein Zero" adressiert das wachsende Segment alkoholfreier Weine, Spirituosen und Cocktails. Mit „Sparkling Visions“ werde das Schaumweinsegment zudem stärker emotionalisiert und kommerziell inszeniert, während „Organic Visions" den Schwerpunkt Bioweine, Biodynamie und Nachhaltigkeit setzt.
(ru – Bild: Messe Düsseldorf)
Weniger Hallen, mehr Service und Emotion