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Die Preise für Weinberge in Frankreich sind 2025 zum zweiten Mal in Folge gesunken, meldet die Gesellschaft für Bodenordnung und ländliche Entwicklung (SAFER). Im Durchschnitt gaben die Preise für herkunftsgeschützte AOP-Lagen um 2,9 Prozent auf 171.400 Euro pro Hektar nach. Lagen ohne AOP-Bezeichnung verloren 7,7 Prozent auf 12.800 Euro.
Die stärksten Verluste unter den wichtigen Appellationen musste Bordeaux mit einem Rückgang von 23,8 Prozent (nach minus 18,4 Prozent im Vorjahr) hinnehmen. Dabei waren auch bekannte Gemeinden wie Pauillac (minus 32 Prozent auf 1,7 Millionen Euro) und Margaux (minus 43 Prozent auf 800.000 Euro) betroffen. Der Durchschnittspreis in Bordeaux liegt derzeit bei 77.100 Euro pro Hektar.
Auch im Elsass (minus 5,4 Prozent auf 111.700 Euro pro Hektar), an der Rhône und in der Provence sanken die Preise (je minus ein Prozent auf 58.100 Euro pro Hektar). Während in der Appellation Languedoc-Roussillon die Preise fast stabil blieben, gaben sie im Sud-Ouest um 28 Prozent auf 10.300 Euro nach. Am stärksten waren die Rückgänge in den Regionen Cognac und Armagnac. Dort fielen die Preise um fast 55 Prozent auf 23.200 Euro pro Hektar.
Dagegen stiegen in der Region Burgund-Beaujolais-Savoie-Jura die durchschnittlichen Preise um 3,9 Prozent auf 307.500 Euro. An der Côte-d’Or wurden im Durchschnitt rund eine Million Euro für einen Hektar Weinberge bezahlt (plus fünf Prozent). Auch die Champagne verzeichnete ein leichtes Plus mit rund einem Prozent auf 1,13 Millionen Euro. An der Loire stiegen die Preise sogar um drei Prozent auf 52.600 Euro. Rechnet man die Champagne mit ihren extrem hohen Preisen aus der gesamtfranzösischen Bilanz heraus, ging der Durchschnittspreis sogar um 6,8 Prozent auf 87.400 Euro pro Hektar zurück.
Der Wert der Transaktionen ist trotz der sinkenden Preise gestiegen. Insgesamt wechselten in ganz Frankreich 19.000 Hektar den Besitzer, also 2,5 Prozent der gesamten Rebfläche. Dabei wurde mit 1,65 Milliarden Euro sogar ein Umsatzplus von über 16 Prozent erzielt. Mit 579 Millionen Euro legte die Region Burgund-Beaujolais-Savoie-Jura um fast 74 Prozent zu. In der Champagne wurden Weinberge im Wert von 207 Millionen Euro verkauft.
(al; Bild: 123rf)