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Die Preise für Weinberge in Bordeaux sind im Sinkflug. Seit 2014 ist der Hektarpreis für einfache Bordeaux-AOC-Lagen von durchschnittlich 15.000 Euro pro Hektar auf 8.000 Euro gefallen. Nun sinken auch die Preise für prestigeträchtigere Gemeinde-Appellationen wie Pauillac, Saint-Julien, Margaux und Saint-Estèphe. Das sagte Michel Lachat, Direktor für das Departement Gironde bei der nationalen Organisation für ländliche Bodenentwicklung (Safer), dem Magazin Vitisphere. Der durchschnittliche Preis für Pauillac ging seit 2021 von 3,5 Millionen Euro auf 2,5 Millionen Euro zurück. Auch in Margaux fielen die Grundstückspreise um sieben Prozent. In Saint-Émilion zahlten Interessenten für Weinberge in den Ebenen kaum mehr als 100.000 Euro pro Hektar – die Hälfte der von den Verkäufern erhofften Preise.
Lachat erwartet nicht, dass die Preise für Bordeaux AOC noch viel weiter zurückgehen. Durch die Rodungen stelle sich langsam wieder ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage ein. „Dagegen denke ich, dass wir den Rückgang bei den Gemeindelagen, bei den prestigeträchtigeren Appellationen, noch nicht vollständig hinter uns haben“, erklärte er.
(al; Quellen: Vitisphere, Decanter)
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