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Heribert Bayer ist tot. Der Pionier der modernen Rotwein-Produktion in Österreich starb am 28. März im Alter von 83 Jahren.
Bayer stammte aus Baden bei Wien, wo er am 4. August 1941 zur Welt kam. Nach dem Umzug der Familie wuchs er in Italien auf, studierte Chemie in Mailand und arbeitete als Manager für mehrere Chemiekonzerne. Seiner Weinleidenschaft ging er zunächst als Sammler nach und beschäftigte sich im Selbststudium mit Önologie. Nach dem österreichischen Weinskandal zur Mitte der 1980er Jahre machte er sich als Berater für renommierte burgenländische Weingüter einen Namen.
Auf seinen Geschäftsreisen ins Ausland hatte er die Rotweinstile in den USA, in Italien und Frankreich kennengelernt. Sie nutzte er als Vorbild, um den Stil der österreichischen Rotweine neu auszurichten. Dabei setzte er als einer der Ersten auf malolaktische Gärung und den Ausbau im Barrique-Fass. Seine Beratertätigkeit führte er bis 1992 fort.
1994 produzierte Bayer seinen ersten eigenen Wein, den Pinot Noir „In Signo Leonis“. Der Name bedeutet „Im Zeichen des Löwen“ und verweist auf Bayers Sternzeichen. Seit 1997 ist der Wein eine Rotweincuvée aus österreichischen und internationalen Rebsorten. Im selben Jahr gründete Bayer sein eigenes Weingut im Burgenland, die Kellerei In Signo Leonis in Neckenmarkt. Dort entstand 2002 ein neues, modernes Weimgut.
2004 übertrug Heribert Bayer die Leitung des Weinguts an seinen Sohn Patrick, der seit 2006 auch Geschäftsführer ist.
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(cs / NÖN / eigene Recherche)