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Der Österreichische Weinbauverband kritisiert das Landwirtschaftsministerium wegen genehmigter, aber nicht zugänglicher Förderungen für Winzer. Zuschüsse in Höhe von fünf Millionen Euro werden derzeit nicht im Weinbau eingesetzt, weil sich die Bundesregierung nicht auf die Auszahlungsregeln einigen kann. Das Geld soll Sonderinitiativen unterstützen, um die Zukunft des Weinbaus im Land zu sichern. In den Weinbauländern Frankreich, Italien und Spanien sind die Hilfsbudgets längst ausgezahlt. Finanziert werden die Förderungsbeträge von den Mitgliedsländern. Die EU muss nationale Hilfen in der Landwirtschaft aber vorab genehmigen, was bereits geschehen ist.
Der Weinbauverband und andere Vertreter der Weinwirtschaft werfen dem Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig Untätigkeit vor, obwohl das Geld dafür im Ministerium bereit steht. Als Gründe werden die Haushaltskrise in Österreich und die Diskussionen innerhalb der aus drei Parteien bestehenden Regierung vermutet.
Der Verband fordert nun, möglichst schnell vier Schritte umzusetzen: Bürokratieabbau, die Zulassung neuer Pflanzenschutzmittel, den Einsatz von EU-Vorgaben zur Entlastung des Rotweinmarktes und klare Regeln für entalkoholisierte Weine. Dazu soll es mehr Werbung geben sowie die schnelle Umschichtung der nicht ausgeschöpften rund fünf Millionen Euro, um damit gezielt auf Veränderungen des Weinmarkts zu reagieren.
Der burgenländische Weintourismus-Chef Herbert Oschep kritisierte: „Wir kämpfen Tag für Tag mit dem Markt, während die Regierung nicht einmal die Förderungen organisieren kann.“
(al)
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