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Bei den schweren Waldbränden im Süden und Südwesten Frankreichs wurden bislang mindestens 150 Hektar Rebflächen zerstört oder beschädigt. Die Zahl dürfte aber noch steigen, da noch nicht alle Schäden erfasst sind.
Im Roussillon ist das Schadensbild bereits recht klar: Beim Großbrand von Trévillach wurden rund 146 bis 150 Hektar Rebflächen von Feuer oder Hitze teilweise oder vollständig zerstört. Insgesamt sind mehr als 180 landwirtschaftliche Betriebe betroffen. Neben verbrannten Rebstöcken wurden auch junge Pflanzungen, Bewässerungsleitungen und elektrische Anlagen zerstört. Auch Trauben auf nicht verbrannten Parzellen sind durch Asche, Rauch oder Löschmittel höchstwahrscheinlich unbrauchbar.
Im Département Var bei Toulon gibt es bislang noch keine konkreten Zahlen für geschädigte Weinberge. Am schwersten sind die Zerstörungen bei Pontevès und Taradeau. Bei der Domaine La Mercadine (Bild) sind 14 der insgesamt 18 Hektar Rebfläche von Feuer und Rauch betroffen. Schon am 19. Juli wurden Weinberge der Genossenschaft Les Vignerons de Taradeau in Mitleidenschaft gezogen, genaue Angaben gibt es aber noch nicht. Das Centre du Rosé in Vidauban warnt vor Rauchphenolen, die sich teilweise erst während Gärung oder Ausbau bemerkbar machen. Auch Asche, salzhaltiges Löschwasser und chemische Brandschutzmittel können die Verwertbarkeit der Trauben beeinträchtigen. Solche Schäden sind aber nur lokal zu befürchten.
Den Waldbrand südwestlich von Bordeaux haben die Einsatzkräfte, darunter auch Einheiten der deutschen Bundeswehr, unter Kontrolle gebracht. Die Flammen reichten bis rund zehn Kilometer an den Stadtrand von Bordeaux und die Appellation Pessac-Leognan heran. Es wurden noch keine Schäden von Weingütern gemeldet.
Bereits Mitte Juli haben Hagelunwetter und Waldbrände in mehreren Weinbauregionen Frankreichs tausende Hektar Rebflächen beschädigt.
(al; Bild: Domaine la Mercadine)
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