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Das Champagnerhaus Louis Roederer hat die Übernahme der renommierten Domaine Pierre Damoy in Burgund abgeschlossen. Wie das Unternehmen mitteilte, wurde die Transaktion am 24. Juli 2026 vollzogen. Einen offiziellen Kaufpreis nennen weder Roederer noch die Familie Damoy. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP aus dem Umfeld der Transaktion soll der Preis jedoch bei rund 300 Millionen Euro liegen. Zuvor hatten Branchenkenner den Wert des Weinguts auf 300 bis 500 Millionen Euro geschätzt. Berechnungen des Fachmagazins Bourgogne Aujourd’hui kamen sogar auf einen theoretischen Flächenwert von knapp 400 Millionen Euro. Dabei handelt es sich allerdings um Schätzungen des Besitzwerts – nicht um den tatsächlich gezahlten Kaufpreis.
Mit der Übernahme sichert sich Roederer eines der prestigeträchtigsten Weingüter der Côte de Nuits, das laut Unternehmen „seine Identität und Eigenständigkeit bewahren soll“. Zur Domaine gehören knapp acht Hektar Grand-Cru-Lagen in Gevrey-Chambertin, darunter rund 5,36 Hektar Chambertin-Clos de Bèze, womit Damoy der größte Eigentümer dieser Spitzenlage ist. Hinzu kommen Flächen in Chapelle-Chambertin und Chambertin sowie der 1,45 Hektar große Monopolweinberg Clos Tamisot und weitere Parzellen.
Roederer hebt vor allem die alten Reben und die außergewöhnlich große genetische Vielfalt der Weinberge hervor. Die Übernahme sei Teil der langfristigen Strategie, herausragende Weingüter in den bedeutendsten Terroirs Europas unter dem Dach der Roederer Collection zusammenzuführen. Es ist der erste Kauf des Champagnerhauses in Burgund.
(ru – Bild: Roederer Collection)
Roederer plant Übernahme von Domaine Pierre Damoy in Burgund