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David Hirsch, Gründer von Hirsch Vineyards und einer der Wegbereiter des modernen Weinbaus an der West Sonoma Coast, ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Mit ihm verliert Kalifornien einen eigenwilligen Visionär, der früh an eine Region glaubte, die damals vielen als zu kühl, windig und abgelegen für große Weine galt.
Hirsch wurde 1944 in der New Yorker Bronx geboren. Nach einem kurzen Studium und Jahren auf Reisen entdeckte er in den 1970er-Jahren im Burgund seine Leidenschaft für Pinot Noir und die Idee, dass große Weine untrennbar mit ihrem Herkunftsort verbunden sind. 1978 kaufte er eine abgelegene Schaffarm nahe Fort Ross, nur wenige Kilometer vom Pazifik entfernt. Zwei Jahre später pflanzte er dort die ersten Reben. Aus dem zunächst kleinen Weinberg entwickelte sich ein Betrieb, dessen Pinot Noir und Chardonnay internationale Anerkennung fanden.
Die Bedingungen waren extrem: Nebel, Wind und stark wechselnde Böden entlang der San-Andreas-Verwerfung. Hirsch teilte seine Rebflächen deshalb in zahlreiche kleine Parzellen und bewirtschaftete sie individuell. Er sprach selbst vom „Erdbeben-Terroir“.
Ab den 1990er-Jahren verkaufte er Trauben an renommierte Erzeuger wie Williams Selyem, Kistler und Littorai. Ihre Weine machten den Namen Hirsch und das Potenzial der West Sonoma Coast weltweit bekannt. Erst 2002 gründete er schließlich sein eigenes Weingut.
Auch ein schwerer Traktorunfall 2014, nach dem er gelähmt blieb, hielt ihn nicht vom Weinberg fern. Mit einem handgesteuerten Fahrzeug kehrte er zurück und arbeitete weiter an seinem Lebenswerk. Seit 2019 ist seine Tochter Jasmine Hirsch für die Weinbereitung verantwortlich.
(ru – Bild: Erik Castro)