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Der 33-jährige Julian Gout wird ab 1. November neuer Chef de Caves von Champagne Ayala. Der Einheimische hat bereits viel Erfahrung bei den Häusern Selosse, Taittinger und Henri Giraud gesammelt. Er war in den vergangenen vier Jahren bereits Stellvertreter der scheidenden Kellermeisterin Caroline Latrive. Als Ziele nennt er „Kontinuität im frischen und eleganten Stil des Hauses Ayala“, er  will aber auch die Bio-Umstellung vorantreiben und die soziale Verantwortung des Unternehmens stärken. Dazu kommen Projekte, die er teils mit seiner Vorgängerin initiierte, etwa die Vergrößerung des Gärkellers und Versuche mit Vinifizierungen in mehreren Behältern.

Gout sagte in einem Interview, das Hauptziel für die Umstellung auf Bio-Anbau sei, „meine Gesundheit als Winzer zu schützen“. Er stellte auch fest, dass im sehr heißen Jahr 2022 die seit längerer Zeit versuchsweise biologisch bewirtschafteten Parzellen bei gleichen Erträgen niedrigere pH-Werte aufwiesen als andere, was zu frischeren Grundweinen geführt habe.

„Wir müssen versuchen, bei all unseren Projekten einen Umweltnutzen zu erzielen. Alle Projekte sind wichtig, sei es die Abschaffung von Plastikflaschen für die Arbeitsteams im Haus, die Umstellung auf Bio oder die Renovierung eines halbunterirdischen Tanks für Reserveweine, mit dem wir Energie sparen können“, so Gout weiter. Da Ayala ein kleines Haus sei und alles vor Ort gemacht werde, könne er sich auch weiterhin „mehr Zeit dafür nehmen, um die Weine auszubauen, keine Schönung und nur wenig Schwefel zu verwenden.“ Die Ayala-Champagner sind für eine geringe oder gar keine Dosage bekannt.

(al / Quelle: vitisphere; Foto: Champagnes Ayala)

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