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Raffaella Usai
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Mit Blick auf die Weinlese 2026 setzen viele italienische Weinkonsortien auf eine Begrenzung der Erntemengen. Hintergrund sind noch immer große Lagerbestände und eine angespannte Handelssituation. Nach Angaben des italienischen Landwirtschaftsministeriums befanden sich zum 31. Mai 2026 rund 49,1 Millionen Hektoliter Wein in den Kellern – mehr als ein durchschnittlicher Jahresertrag. Um Angebot und Nachfrage besser in Einklang zu bringen und einen weiteren Preisverfall vor allem bei Fassweinen zu vermeiden, reduzieren nun zahlreiche Appellationen die zulässigen Hektarerträge.

So hat das Konsortium Toscana IGT eine Reduktion der zulässigen Erträge um 20 Prozent beantragt. Vorgesehen sind 13.600 kg/ha für Weißweine (statt 17.000 kg) und 12.000 kg/ha für Rotweine (statt 16.000 kg/ha). Bereits umgesetzt oder beschlossen sind ähnliche Schritte in renommierten toskanischen Appellationen: Brunello di Montalcino reduziert auf 7.000 kg/ha (von 8.000 kg), während das Chianti-Konsortium erneut eine Kürzung um 20 Prozent beantragt hat. Auch das Konsortium Chianti Classico strebt eine Senkung auf 6.500 kg/ha (statt 7.500 kg). Keine Ertragssenkungen sind bislang für Vino Nobile di Montepulciano und Bolgheri vorgesehen.

Auch im Veneto setzt sich der Trend fort. Das Konsortium der Valpolicella-Weine hatte bereits für den Zeitraum 2025–2027 eine Reduktion von 12.000 auf 10.000 kg/ha beschlossen, wobei ein Teil der Menge bei Bedarf abgerufen werden kann. Beim Pinot Grigio delle Venezie, der größten Weißwein-Appellations Italiens, gilt für 2026 eine Obergrenze von 16.000 g/ha, inklusive einer Menge von 3.000 kg/ha, die nur nach Freigabe des Konsortiums in den Handel gelangen darf. Das Soave-Konsortium geht noch weiter: Für die kommenden drei Jahrgänge wird die nutzbare DOC-Fläche pro Betrieb faktisch halbiert, begleitet von einer Ertragssenkung auf 13.000 kg/ha beim Soave und 12.000 kg/ha beim Soave Classico.

Im Piemont wird reduziert: Das Konsortium Barolo Barbaresco Alba Langhe e Dogliani reduziert Langhe Nebbiolo und Barbera d’Alba auf 9.000 kg/ha (-10 %), während Barolo und Barbaresco derzeit nicht betroffen sind. Die Appellation Barbera d’Asti senkt die Erträge von 9.000 ka auf 8.500 kg/ha und reduziert zugleich die zulässige Überschussmenge deutlich, wodurch die effektive Produktionsobergrenze sinkt.

(ru – Bild: Raffaella Usai) 

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