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Neue Daten des italienischen Branchenverbands Unione Italiana Vini (UIV) zeigen, dass derzeit vor allem die Generation Z (18–24 Jahre) zur Stabilisierung des Weinhandels in Italien beiträgt. Die Zahlen widerlegen die verbreitete Annahme, vor allem junge Menschen seien verantwortlich für den Rückgang des Weinkonsums. Laut dem „Osservatorio UIV–Vinitaly“ gibt die Gen Z zudem mehr Geld für Wein aus als die Babyboomer und zeigt klare Präferenzen: Rotwein ist bei ihnen besonders beliebt. Schaumweine wie Prosecco hingegen bleiben vor allem bei älteren Generationen attraktiv, vor allem bei den Millennials.
Derzeit trinken in Italien rund 30 Millionen Menschen Wein, das entspricht rund 55 Prozent der Bevölkerung. Damit ist die Zahl der Konsumenten seit 2011 sogar um 600.000 Personen gestiegen, während sie in den vergangenen fünf Jahren stabil blieb. Der Rückgang betrifft nicht die Zahl der Konsumenten, sondern die Intensität: Heute trinken 61 Prozent gelegentlich und nur noch 39 Prozent regelmäßig Wein. Vor 20 Jahren war dieses Verhältnis genau umgekehrt.
Besonders auffällig ist die Entwicklung bei den Jüngsten: Die Altersgruppe 18–24 Jahre macht zwar nur sieben Prozent der Konsumenten aus, ist aber die einzige Gruppe mit starkem Wachstum. Ihr Anteil an den Weingenießern stieg um acht Prozentpunkte (von 39 % auf 47 %). Ältere Gruppen stagnieren, während die Millennials (29–44 Jahre) sogar Rückgänge verzeichnen.
Auch langfristig zeigt sich ein klarer Trend: Mit zunehmendem Alter steigt der Weinkonsum deutlich. So lag der Anteil der Weinkonsumenten bei den 18–24-Jährigen im Jahr 2011 bei 39 Prozent, derselbe Jahrgang erreicht heute – 13 Jahre später – nahezu 60 Prozent.
(ru – Bild: 123rf)