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Die Hochschule Geisenheim hat einen Forschungspfad in den Versuchsweinbergen eröffnet. Der 2,8 Kilometer lange Rundweg liegt oberhalb des Campus und informiert an zwölf Stationen über aktuelle Forschungsarbeiten zu nachhaltigem Weinbau, Biodiversität, Wassermanagement und klimaangepassten Kulturlandschaften.
Der frei zugängliche Pfad richtet sich an Fachpublikum, Studenten, Winzerinnen und Winzer sowie die interessierte Öffentlichkeit. Informationstafeln, Stelen und per QR-Code abrufbare Erklärvideos veranschaulichen die Forschungsprojekte direkt an den jeweiligen Versuchsflächen. Thematisiert werden unter anderem Fragen zur Wasserspeicherung in der Landschaft, zur Förderung der Artenvielfalt im Weinberg sowie zu klimaangepassten Lösungen wie Agri-Photovoltaik, Rebenzüchtung und historischen Weinbauformen.
Prof. Dr. Ilona Leyer, wissenschaftliche Leiterin des Projekts, betonte die Bedeutung des Angebots für die Praxis: „Die Stationen auf dem Forschungspfad zeigen ganz konkrete Lösungsansätze für die Herausforderungen im Weinbau und der Kulturlandschaft, zum Beispiel wie Weinberge widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels gemacht werden können. Die Ergebnisse von Forschung dürfen nicht nur in Fachartikeln, auf Tagungen oder in Berichten erscheinen, sie müssen auch dort erfahrbar werden, wo ihre Fragen entstehen: im Weinberg, in der Landschaft, mit der Praxis, in der Region.“
Entstanden ist der Forschungspfad als Teil des Wissenstransferprogramms GeisTreich. Das Programm fördert den Austausch zwischen Forschung, Praxis und Öffentlichkeit zur Zukunft des Weinbaus und der Kulturlandschaft im Rheingau. Angeboten werden auch geführte Touren, unter anderem bei der Nacht der Wissenschaft am 25. September 2026.
Weitere Informationen finden Interessierte auf der Website der Hochschule Geisenheim sowie auf ihrem YouTube-Kanal.
(ru – Bild: Tina Kissinger)
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