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Die Weinproduzenten Europas geraten wegen der von US-Präsident Trump angedrohte Übernahme Grönlands erneut unter Druck. US-Präsident Donald Trump hat Strafzölle gegen acht europäische Länder angekündigt, darunter Deutschland, Frankreich, Dänemark, die Niederlande sowie weitere nordeuropäische Staaten. Nach Angaben Trumps sollen ab dem 1. Februar Aufschläge von zehn Prozent auf alle Waren – und damit auch Weine – aus den betroffenen Ländern erhoben werden. Ab dem 1. Juni könnten diese Zölle auf 25 Prozent steigen, falls es zu keiner Einigung über einen Erwerb Grönlands durch die USA kommt. Für Winzer und Exporteure bedeutet das vor allem eines: erneute Unsicherheit in einem Markt, der für viele von zentraler wirtschaftlicher Bedeutung ist. Denn schon jetzt ist klar: Der 2025 mühsam ausgehandelte Zollkompromiss wird derzeit keine Zustimmung mehr im EU-Parlament erhalten.  

Für die europäische Weinbranche hat diese Ankündigung erhebliche Bedeutung. Die USA zählen zu den wichtigsten Exportmärkten für europäische Weine, vor allem für Produzenten aus Frankreich und Deutschland. In Brüssel wird daher intensiv über mögliche Reaktionen beraten. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident António Costa warnten vor einer Eskalation und einer „Abwärtsspirale“ für die transatlantischen Beziehungen und betonten die Bereitschaft, europäische Interessen zu verteidigen. Nach Angaben aus EU-Kreisen könnten bereits vorbereitete Gegenzölle im Umfang von rund 93 Milliarden Euro wieder aktiviert werden. Sie waren ursprünglich als Reaktion auf frühere US-Restriktionen vorgesehen und lediglich ausgesetzt worden.

Das Handelsabkommen von 2025 sah Zollfreiheit für US-Waren in der Europäischen Union und einen pauschalen Zollsatz von 15 Prozent auf EU-Waren in den Vereinigten Staaten vor. Die EU hatte im Gegenzug bereits vorbereitete Gegenzölle ausgesetzt. Mit den aktuellen Drohungen aus Washington steht dieses Abkommen jedoch faktisch wieder infrage. Die Abstimmung war für Januar 2026 geplant. 

Hinzu kommt eine rechtliche Unwägbarkeit auf US-Seite. Trumps Zollpolitik wird derzeit vor dem Supreme Court überprüft. Dabei geht es um die Frage, ob sich der Präsident bei den erlassenen Zöllen auf Notstandsbefugnisse berufen kann. Das Urteil des Obersten Gerichtshofs könnte entscheidend dafür sein, ob die angekündigten Zölle Bestand haben oder juristisch angreifbar sind. Wann der Supreme Court eine Entscheidung trifft, ist noch offen. Eine Stellungnahme wird jedoch in Kürze erwartet.

(ru – Bild: 123rf)

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