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Der Restaurantführer Guide Michelin wird ab 2026 auch Weingüter bewerten. In seiner Klassifikation werden bis zu drei Trauben vergeben. Kriterien sind die Qualität des Weinbaus (Bodenfruchtbarkeit, Gesundheit und Pflege der Reben), die technischen Fähigkeiten bei der Weinbereitung, Identität (wie gut die Weine ihre Herkunft transportieren), Ausgewogenheit der Weine und Konsistenz der Qualität über mehrere Jahrgänge hinweg. So sollen nicht nur die Weine selbst, sondern die Menschen dahinter und ihre Arbeit gewürdigt werden.
Die Bewertungen werden von einem Team von Fachleuten – ehemalige Sommeliers, Fachkritiker oder Produktionsfachleute – vergeben. Sie folgen dabei einem fixen Schema und erarbeiten die Auszeichnungen gemeinschaftlich. Alle Bewerter sind bei der Michelin-Gruppe angestellt, um die Unabhängigkeit zu garantieren. Die ersten Weingüter werden in Bordeaux und Burgund ausgezeichnet. In Zukunft sollen weitere Regionen folgen.
(al; Bild: Alexander Lupersböck)
Marcus Hofschuster veröffentlicht 175.000ste Weinkritik