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Das VDP-Weingut Fürst Hohenlohe Oehringen*** (Baden-Württemberg) stellt seine eigene Weinproduktion vorerst ein. Wie die Heilbronner Stimme berichtet, werden die Trauben der rund 17 Hektar großen Rebfläche in diesem Herbst verkauft. Im 2008 errichteten Keller im Öhringer Ortsteil Verrenberg wird aus der aktuellen Ernte kein Wein ausgebaut. Auch ein anderer Betrieb wird aus den verkauften Trauben keinen Wein erzeugen, der unter dem Namen Fürst Hohenlohe Oehringen in den Handel kommt.
Ein Verkauf des Weinguts ist derzeit jedoch nicht geplant. Die Weinberge sollen weiterhin ökologisch bewirtschaftet werden. Eigentümer Kraft Fürst zu Hohenlohe-Oehringen spricht von einer „Umstrukturierung“. Wie das künftige Geschäftsmodell aussehen und wie lange das bisherige Team den Umbau begleiten werde, stehe noch nicht fest. Als Grund für den Produktionsstopp nennt der Fürst die schwierige Lage der Branche. Der Weinkonsum sei in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Die Entscheidung habe nichts mit der Qualität der Arbeit oder der Weine zu tun, betont er. Der Verkauf der noch vorhandenen Weine aus den Jahrgängen 2024 und 2025 gehe weiter.
Für das traditionsreiche Weingut bedeutet der Schritt einen tiefen Einschnitt. Das Fürstenhaus baut nach eigenen Angaben seit 1253 und inzwischen in der 27. Generation Wein an. Bekannt ist der Betrieb vor allem für Riesling, im Barrique ausgebaute Rotweine und seine Monopollage Verrenberger Verrenberg.
Von den Veränderungen nicht betroffen ist dem Bericht zufolge das gegenüber dem Weingut gelegene Restaurant Wiesenkelter. Der Gastronomiebetrieb ist verpachtet und wird unabhängig geführt.
(ru – Bild: Weingut Fürst Hohenlohe)
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