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Weingut Reiterer
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Der steirische Winzer Christian Reiterer wurde am Montag vom Vorwurf des Mordes an einer 71-jährigen Frau gerichtlich freigesprochen, berichtet der ORF. Ihm wurde vorgeworfen, der auf Pflege angewiesenen Frau ein tödliches Medikament auf den Nachttisch gestellt zu haben, ohne sie auf die Wirkung hinzuweisen. Reiterer selbst sprach von Sterbehilfe. Die Frau habe nach einem Schlaganfall den Wunsch nach assistiertem Suizid geäußert. Er war in der Sterbeverfügung als Hilfsperson eingetragen. Die Geschworenen folgten seiner Argumentation.

Die Frau hatte den Schilcher-Weinbauer 2022 als Alleinerbe in ihrem Testament eingesetzt. Kurz darauf soll sie ihm ein beträchtliches Vermögen geschenkt haben. Reiterer hatte laut Anklage immer wieder Kontakt zu wohlhabenden Frauen gesucht. Sein Weingut ist seit Oktober 2025 insolvent, da er seit Juli in Untersuchungshaft saß und die Ernte nicht mehr leiten konnte (wein.plus berichtete). Allerdings war das Weingut bereits vorher verschuldet. Das Urteil im Mordprozess ist noch nicht rechtskräftig.

In der gleichen Verhandlung wurde Reiterer wegen versuchten schweren Versicherungsbetrugs im Juni 2025 zu acht Monaten ohne Bewährung verurteilt. Diese Strafe ist mit der Untersuchungshaft abgebüßt. Als mildernd wertete das Gericht hier sein Geständnis. Allerdings wirkte sich eine Vorstrafe wegen gewerbsmäßig schweren Betrugs negativ aus. Diese hatte der Winzer erhalten, weil er Farb- und Geschmacksstoffe dem Wein beigemischt und ihn verkauft haben soll.

(al; Bild: Weingut Reiterer)

25 Jahre Haft für Mord im Champagnerhaus Vadin-Plateau

Schilcher-Weinbauer Christian Reiterer insolvent

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