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Die französische NGO Générations Futures fordert von der Regierung in Paris, sich für das Verbot der Pflanzenschutzmittel Folpel und Spiroxamin innerhalb dieses Jahres auf europäischer Ebene einzusetzen. Die Umweltschützer stützen ihre Forderungen auf Messungen aus Bordeaux und von der Rhône, die erhöhte Pestizidwerte in den Weinbergen und ihrer Umgebung ergeben haben. Sie kämpfen zudem für einen Mindestabstand von 100 Metern zwischen Weinbergen und Wohnhäusern zum Schutz der Anwohner.  

Im Jahr 2021 seien von der NGO sechs Passivsensoren im Département Gironde (Bordeaux) 21 Wochen lang auf privaten Parzellen in einer Entfernung von 5 bis 515 Metern von den ersten Weinstöcken platziert worden. Der Sensor in 515 Metern Entfernung im Dorfkern habe als Kontrolle gedient. Vergangenes Jahr sei zehn Wochen lang ein Messgerät in 25 Metern Entfernung aufgestellt worden. Die Sensoren hätten während der sieben Messperioden von April bis September insgesamt 21168 ng Pestizide gemessen. "In fünf Metern Entfernung wurden bis zu 13.000 ng gefunden. In 60 Metern Entfernung sind es immer noch über 2.000 ng. Folpel allein macht 90,5 Prozent der registrierten Pestizidmengen aus. Es folgen die Wirkstoffe Fluopyram (2,8 %), Cyprodinil (1,8 %) und Metolachlor (1,47 %)", erläutert François Veillerette, der Pressesprecher von Générations Futures.

Die NGO habe das Straßburger Labor Yootest damit beauftragt, in den Messgeräten nach 90 Molekülen zu suchen, die das französische Umweltministerium Anses als prioritär zu überwachende Substanzen aufführt. Dabei seien die Wirkstoffe Folpel und Spiroxamin auffallend häufig vorgekommen.

„Spiroxamin wurde von der Europäischen Union als verdächtiges Karzinogen für den Menschen eingestuft. Es machte mehr als 10,5 Prozent der Pestizidmengen aus, die von den beiden Sensoren während der beiden Zeiträume an der Rhône eingefangen wurden, und 6,8 Prozent der Mengen, die an der Gironde im Jahr 2022 registriert wurden. Wir fordern daher einen Mindestabstand von 100 Metern, um die Bevölkerung in unmittelbarer Nähe der Weinberge zu schützen", so François Veillerette weiter.

(ru / Quelle: Vitisphere; Foto: 123rf.com)

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