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Alexander Lupersböck
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Das französische Landwirtschaftsministerium will die Rodung von Rebflächen mit 130 Millionen Euro unterstützen. Das berichten französische Medien. Von den Rodungshilfen sind 70 Millionen Euro für das Jahr 2026 vorgesehen. Laut dem französischen Institut für Agrar- und Meeresprodukte FranceAgriMer kommen für eine Rodung derzeit rund 34.400 Hektar Weinberge in Frage. Diese liegen vor allem im Süden des Landes. Mit dem in Aussicht gestellten Budget von 130 Millionen Euro ließen sich 32.500 Hektar roden. Der Verband herkunftsgeschützter Weine und Spirituosen (CNAOC) schätzt die entbehrliche Gesamtrebfläche auf 100.000 Hektar, von denen 47.000 Hektar bereits gerodet sind.

Der „nationale Krisenbewältigungsplan“ von Landwirtschaftsministerin Annie Genevard sieht zudem Entlastungen bei den Sozialversicherungen in Höhe von 15 Millionen Euro für den Agrarsektor vor. Die Ministerin plant außerdem, den Zugang zu speziellen Krediten für die Branche zu erleichtern und diese bis 2026 zu verlängern. Von der EU-Kommission forderte sie ferner die Freigabe von Geldern, um die Krisendestillation von unverkäuflichen Wein-Überbeständen zu finanzieren. „Es handelt sich nicht um den x-ten Notfallplan, der ein strukturelles Ungleichgewicht beheben soll“, betonte Genevard. Vielmehr sei dieser endgültige Rodungsplan eine Investition, um den Weinregionen wieder eine Zukunft zu geben.

Der Ankündigung des Landwirtschaftsministeriums waren Demonstrationen in Südfrankreich vorausgegangen. Dabei hatten mehrere tausend Winzer Krisenhilfen von der Regierung gefordert. Die Weinbranche leidet unter Konsumrückgang, den Folgen des Klimawandels sowie wirtschaftlichen und politischen Konflikten.

(cs; Quellen: La Revue du Vin de France, Vitisphere, Terre des Vins)

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