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„French January“ statt „Dry January”: Der Verein „Vin & Société“, eine Organisation der französischen Weinbranche, fordert eine Alternative zum Alkoholverzicht im Januar. Die aus dem angelsächsischen Raum kommende Gesundheitsinitiative ist als „Dry January“ bekannt. Dem gegenüber schlägt der Verein den „French January“ vor. Darin sollten Menschen „weniger, überlegter, maßvoller und bewusster genießen, statt eine vom Kalender auferlegte Abstinenz einzuhalten". Das berichtet das französische Weinmagazin La Revue du Vin de France.
Dabei geht es dem Verein nicht darum, die gesundheitlichen Risiken von Alkohol zu leugnen oder sich direkt gegen den „Dry January“ zu stellen. Der „French January“ sollte ein Monat sein, „in dem wir lieber genießen als verbieten. Er steht für Mäßigung und Geselligkeit – eine typisch französische Art des Miteinanders“. Damit will die die Organisation daran erinnern, dass Wein nicht nur ein Getränk, sondern ein kulturelles Element und Teil eines bestimmten Lebensstils ist, sofern man die richtige Balance bewahre.
Gleichzeitig weist der Verein auf das Risiko eines sogenannten „JoJo-Effekts“ nach einem Monat der Abstinenz hin. So würden einige Personen den zeitlich begrenzten Verzicht danach durch erhöhten Konsum überkompensieren. Der „French January“ biete einen Mittelweg sein, der gesundheitliche Bedenken nicht verleugne und eine auf Tradition und Genuss basierende Weinkultur aufrechterhalte.
(al; Bild: 123rf)
„Moderate Drinking“ kommt in der Gesellschaft an