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Famille Perrin hat eine Mehrheitsbeteiligung am Fruchtsafthersteller Alain Milliat erworben. Das berichtet unter anderem die französische Tageszeitung Le Figaro. Damit steigt der Weinproduzent in das Geschäft mit alkoholfreien Getränken ein. Beide Unternehmen sitzen in Südfrankreich, der Kaufpreis ist nicht bekannt.
Auch nach der Übernahme wollen beide Unternehmen „ihre Aktivitäten unabhängig voneinander fortzusetzen, wobei jedes seine eigene Identität bewahrt“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Das Ziel ist ein Produktsortiment, das von Traubensaft bis zu Spitzenweinen reicht. Alain Milliat erhofft sich auch einen Ausbau des Exports. Während der Weinkonsum international rückläufig ist, steigt die Nachfrage nach alkoholfreien Getränken beständig.
Alain Milliat erzeugt seit 1997 Fruchtsäfte, Limonaden und andere alkoholfreie Erfrischungsgetränke im Premiumsegment. Seit 2010 sind auch sortenreine Traubensäfte im Sortiment, die sich maßgeblich an Weinfreunde richten. Dazu kommen Konfitüren und Brotaufstriche. Das Unternehmen mit Sitz in Valence vertreibt seine Produkte ausschließlich über Feinkostgeschäfte, Spitzenrestaurants und Luxushotels. Wie das französische Branchenmagazin Vitisphere berichtet, erwirtschaftet Alain Milliat einen Jahresumsatz von 20 Millionen Euro, davon 70 Prozent in Frankreich. Zudem ist die Marke bereits in über 40 Ländern vertreten.
„Die Frucht ist unsere gemeinsame Sprache. Famille Perrin und Alain Milliat haben nie etwas anderes getan, als sie zu studieren, zu respektieren und zu veredeln“, erklärt die Familie Perrin. Sie bewirtschaftet in fünfter Generation mehrere hundert Hektar Weinberge an der Rhône, darunter in Châteauneuf-du-Pape. Zum Unternehmen gehören die Marken Château de Beaucastel, Miraval, Famille Perrin, Domaine du Clos des Tourelles und La Vieille Ferme.
(cs; Bild: Alain Milliat)
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