|
Das spanische Weinunternehmen Familia Torres *** verhandelt mit Banken die Neuordnung seiner Schulden. Diese betragen laut der spanischen Wirtschaftszeitung El Economista rund 70 Millionen Euro. Die größten Gläubiger sind die CaixaBank und Banco Santander. Im Geschäftsjahr 2024 verzeichnete das Unternehmen einen leichten Rückgang des Umsatzes um zwei Prozent auf 234 Millionen Euro. Unterm Strich blieb erneut ein Verlust, diesmal in Höhe von 4,8 Millionen Euro. Das Minus war aber 60 Prozent geringer als im Jahr davor. Rund die Hälfte aller Weine und Spirituosen wurden außerhalb Spaniens verkauft. Für die Gespräche hat Torres eine auf die Restrukturierung von Schulden spezialisierte Firma beauftragt.
Gründe für die Außenstände sind laut dem Bericht der weltweite Konsumrückgang, die Dürre in Katalonien mit daraus resultierenden Ernteeinbußen sowie die Abwertung des chilenischen Pesos. In Chile besitzt Torres seit 1979 ein Weingut. Wie das ein Sprecher erklärte, seien „Verhandlungen mit Banken Teil der üblichen Steuerung der Finanzstruktur eines Unternehmens“. Die Geschäftsführung habe bereits einige „kommerzielle Anpassungen vorgenommen". Um den rückläufigen Konsumtrend umzukehren, wurden einige neue Produkte eingeführt. Außerdem setzt das Unternehmen stark auf alkoholfreie Weine: Torres ist hier die weltweit meistverkaufte Marke. Die jüngsten Regenfälle in Katalonien sollten auch wieder zu besseren Erntemengen führen. Daher rechnet Torres trotz der Teuerung bei Energie und Rohstoffen mit einer finanziellen Entlastung.
(al; Bild: Torres)
Bodegas Riojanas verhandeln über Sanierungsplan