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Die EU-Kommission rechnet in einer Prognose für die Landwirtschaft mit einem weiteren Rückgang des Weinkonsums bis 2035 um 0,9 Prozent pro Jahr. Der Verbrauch wird demnach von 21,2 Litern pro Erwachsenem über 16 Jahre auf 19,3 Liter sinken. Als Gründe dafür werden in dem Papier die veränderten Konsumgewohnheiten der jüngeren Generationen und gesundheitliche Bedenken genannt. Auch eine Präferenz für höherwertige Weine und andere Getränkearten lassen den Verbrauch sinken. Dabei sind Länder mit traditionell hohem Weinkonsum wie Frankreich und Deutschland stärker betroffen.
Allgemein gehe die Nachfrage nach Rotweinen zurück. Dafür steige sie für leichtere und frischere Weinstile wie Schaumweine und Weißweine. Auch alkoholfreie und alkoholreduzierte Weine legen im Verkauf zu. Allerdings werden die Gesamtmengen für diese Produkte als gering eingeschätzt. Mit einem Anteil von zwei Dritteln sind die jeweiligen Inlandsmärkte die wichtigsten Absatzkanäle für Weine in der EU. Exporte machen rund 20 Prozent aus. Steigender Konsum von heimischen Weinen in den wichtigsten Exportmärkten USA und Großbritannien dürften sich negativ auf die Produktion innerhalb der EU auswirken. Diese könnte bis 2035 um 0,5 Prozent pro Jahr auf 138 Millionen Hektoliter sinken. Damit dürften auch die Rebflächen um bis zu 0,6 Prozent pro Jahr zurückgehen.
Die Nachfrage nach EU-Weinen steigt in Lateinamerika und einigen afrikanischen Ländern. Das dürfte den Rückgang in den USA und Großbritannien jedoch nicht ausgleichen. Insgesamt wird erwartet, dass die EU-Exporte bis 2035 um 0,6 Prozent und die Importe um 1,9 Prozent pro Jahr zurückgehen.
(al; Bild: Midjourney KI)
Deutscher Bauernverband warnt vor historischer Krise im Weinbau