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Am Freitag haben sich das Europäischer Parlament sowie der EU-Rat auf neue Regeln für den Weinbau verständigt. Während des sogenannten „Supertrilogs“ im Rahmen der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) einigten sich die Beteiligten auf Veränderungen der Gemeinsamen Marktorganisation (GMO). Das bisherige Genehmigungssystem für Rebpflanzungen mit einer Begrenzung der Neuanpflanzungen auf maximal ein Prozent wird bis 2045 verlängert. Dabei sind zwei Halbzeit-Überprüfungen zur Evaluierung der Vorgaben vorgesehen. Dazu soll es einheitliche, spezifische Regeln für die Kennzeichnung von Nähr- und Brennwerten sowie die Angabe von Zutaten geben. Dabei werde nur der Brennwert als verpflichtende Angabe auf dem Etikett definiert. Die Angabe der Zutaten soll dagegen auch in digitaler Form möglich sein. Bei der neuen EU-Weinbaukategorie „entalkoholisierte und teilweise entalkoholisierte Weinbauerzeugnisse“ sollen künftig die Regelungen für geschützte Ursprungbezeichnungen auch bei einer teilweisen Entalkoholisierung gelten.

DWV-Präsident Klaus Schneider und Generalsekretär Christian Schwörer haben sich in einer Pressemitteilung zufrieden über die Ergebnisse gezeigt: "Wir begrüßen die politischen Entscheidungen dieses Supertrilogs, insbesondere die Regelung zu den Neupflanzrechten entspricht den Erwartungen unserer Weinerzeuger“, schreiben sie. Mit der Reform würden „wichtige Fortschritte“ eingeleitet. Auch bei den anderen GAP-Verordnungen seien „konstruktive Diskussionen und einige Fortschritte“ erzielt worden. Weitere Verhandlungen der Institutionen seien für die zweite Aprilhälfte vorgesehen. Die portugiesische Ratspräsidentschaft wolle die Verhandlungen im Mai oder Juni zum Abschluss bringen.

(uka / Foto: Deutsches Weininstitut)

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