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Die ersten sechs in Frankreich entstandenen geschützten Appellationen feierten auf der Wine Paris ihr 90-jähriges Bestehen. 1936 wurden die Appellations d’Origine Contrôlée (AOC) geschaffen. Seit 2009 werden sie als Appellations d’Origine Protégée (AOP) bezeichnet.
Bereits am 1. August 1905 wurde in einem Gesetz die Abgrenzung von Produktionsgebieten skizziert. Der ehemalige Landwirtschaftsminister und Senator der Region Gironde, Alfred Capus, trieb die Entwicklung voran. Am 30. Juli 1935 wurde mit einem Dekret das Nationale Komitee der Herkunftsbezeichnungen für Weine und Branntweine geschaffen, aus dem 1947 das „Institut National des Appellations d'Origine" (INAO) hervorging. Ein Dekret vom 15. Mai 1936 bildete schließlich den „rechtlichen Rahmen zum Schutz landwirtschaftlicher Produkte, deren Qualität und Eigenschaften von ihrem Herkunftsterrain abhängen“. So entstanden die ersten sechs AOCs: Arbois, Cassis, Châteauneuf-du-Pape (im Bild in einer historischen Aufnahme), Cognac, Monbazillac und Tavel. Im selben Jahr folgten noch weitere Appellationen, darunter Champagne, Pommard, Beaune, Saint-Émilion, Sancerre und Sauternes.
Die sechs Pionier-Appellationen feierten die Gründung vor 90 Jahren laut dem französischen Fachmagazin La Revue du Vin des France auf der Wine Paris mit rund 300 geladenen Gästen und raren Weinen. Darunter waren eine Vertikalverkostung mit Châteauneuf-du-Pape von 1970 bis heute, eine Vertikale von Vin Jaune aus Arbois sowie alte Jahrgänge aus Tavel und Monbazillac.
(al; Bild: Chateauneuf.com)