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Der Deutsche Weinbauverband (DWV) hat die Details und Zuschuss-Regeln zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU kritisiert. „Für den Weinbau-Sektor besteht weiterhin große Unsicherheit, inwieweit er von den freiwilligen, jährlichen Prämien für Öko-Regelungen profitieren kann. Die für die Dauerkulturen relevanten Öko-Regelungen sind eindeutig zu niedrig dotiert“, erklärte DWV-Präsident Klaus Schneider.

Der DWV fordert „eine klare Abgrenzung der Förderung von Blühstreifen und -flächen als Öko-Regelung gegenüber der Begrünung, die in der zweiten Säule gefördert werden. Zudem fordert der Verband, die Mindestgröße von 0,1 ha bei Blühstreifen zu streichen und dafür einjährige Blühstreifen zwischen Rebzeilen zu fördern. Die EU-Förderprämie von 150 Euro pro Hektar sei „für Saatgut und Ausbringung nicht ausreichend“.

Zudem sei der Verzicht auf Pflanzenschutzmittel „als Öko-Regel unattraktiv“. „100 Euro pro Hektar als Förderung für den Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel decken nicht auch nur annähernd die Ertragsverluste im Öko-Weinbau in 2021 ab“, kritisierte Klaus Schneider. Diese Regelung stelle „keinen Anreiz für konventionelle Betriebe dar, ihren Pflanzenschutz umzustellen“. Der Einsatz von Fungiziden müsse zudem „in diesem Zusammenhang möglich bleiben“, sagte Schneider.

„Wir respektieren selbstverständlich Nachhaltigkeits-, und Biodiversitätsziele für den Weinbau und die Herausforderungen, die sie mit sich bringen. Der Berufsstand ist bereit, sich dieser auch im Rahmen der GAP anzunehmen. Gleichzeitig müssen sie umsetzbar und finanzierbar sein,“ betonte dazu der DWV-Generalsekretär Christian Schwörer.

(uka / Quelle: DWV – Foto: Deutsches Weininstitut)

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