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Der deutsche Weinhandel bleibt auch 2026 unter Druck. Im ersten Halbjahr kauften die privaten Haushalte 4,4 Prozent weniger Wein als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Ausgaben sanken mit 5,8 Prozent noch stärker. Grund dafür waren neben den geringeren Mengen auch leicht gesunkene Durchschnittspreise. Dies geht aus dem Marktforschungs-Newsletter 3/2026 des Deutschen Weininstituts (DWI) hervor.
Dabei griffen wieder etwas mehr Haushalte zu Wein: Die Käuferreichweite stieg leicht von 42,6 auf 43 Prozent. Das konnte den negativen Trend allerdings nicht stoppen: Die Verbraucher kauften seltener ein und nahmen dabei weniger Wein mit. Damit setzt sich die seit mehreren Jahren beobachtete Konsumzurückhaltung fort.
Deutsche Weine waren stärker betroffen als Importweine. Ihre Absatzmenge sank um 5,7 Prozent, die Ausgaben gingen um 7,2 Prozent zurück. Bei ausländischen Weinen lagen die Rückgänge bei 3,4 beziehungsweise 4,5 Prozent. Entsprechend verloren heimische Weine Marktanteile: Mengenmäßig kamen sie auf 42,5 Prozent, beim Umsatz auf 46,4 Prozent.
Ein Lichtblick zeigt sich bei der Zahl der Käufer deutscher Weine. Ihr Anteil stieg leicht auf 31,1 Prozent, während ausländische Weine Käufer verloren. Besonders Italien konnte Marktanteile gewinnen, vor allem mit Weißwein.
Die Zahlen stammen aus dem Haushaltspanel von NielsenIQ und erfassen ausschließlich die Weineinkäufe privater Haushalte. Gastronomie und anderer Außer-Haus-Konsum sind nicht berücksichtigt.
(ru – Bild: 123rf)
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