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Auf Kreta wurden im Juli rund 120 Hektar alter Rebstöcke aus der Zeit vor der Reblausplage (Prä-Phylloxera) durch einen Flächenbrand schwer beschädigt. Die betroffenen Winzer im Dorf Melambes versuchen nun, die Pflanzen wieder aufzubauen. Sie erhalten Unterstützung von der kürzlich gegründeten Vereinigung „Francs de Pied“, die sich um die Anerkennung wurzelechter Reben als UNESCO-Weltkulturerbe bemüht. Laut Winzerin Iliana Mailhin bestehe die Hoffnung, dass einige der Rebstöcke gerettet werden könnten. Zur britischen Zeitschrift Decanter sagte sie: „Da die meisten Weinberge in Melambes noch aus der Zeit vor der Reblausplage stammen und nicht veredelt wurden, sind ihre Wurzeln sehr tief im Boden verankert. Normalerweise bewässern wir nicht, aber jetzt erhalten sie alle paar Tage Wasser - und wir haben bereits einige neue grüne Blätter gesehen, die sich aus den unteren Teilen der Stämme öffnen".

Loïc Pasquet, Besitzer des berühmten Weinguts Liber Pater in Bordeaux und Präsident von „Francs de Pied", hat Unterstützung angekündigt. Diese Gruppe stellt derzeit eine Liste von Weinbergen zusammen, um einen Antrag für Anerkennung als Weltkulturerbe bei der UNESCO einzubringen. Diese würde dazu beitragen, die für den Schutz der Reben verfügbaren Geldmittel zu erhöhen.

Direkte finanzielle Hilfe soll das Crowdfunding-Projekt „Save the vines“ bringen. Es wurde bereits kurz nach dem Feuer gestartet und soll 50.000 Euro zusammenbringen. Iliana Malihin freut sich über die Unterstützung durch Winzer, Freunde und Importeure und will neben der Wiederherstellung der Weinberge auch den Brandschutz im Gebiet verbessern.

(al / Quelle: decanter; Foto: Iliana Malihin)

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