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Die sizilianischen Carabinieri haben ein Mafia-Netzwerk der Cosa Nostra in der Provinz Agrigento aufgedeckt, das sich an der Erpressung von Weinbauern beteiligt hat. Die Operation „Condor“ führte zur Verhaftung von zehn Personen. Die Clanmitglieder zahlten den Winzern nicht einmal die Produktionskosten der Trauben, um sie im Anschluss für den dreifachen Preis weiterzuverkaufen. Die Verbraucherschutzorganisation Codacons Sicilia und die Anti-Mafia-Vereinigung „Cittadini senza paura contro tutte le mafie“ erklärten, die Mafia habe seit Jahren den Verkauf von Weintrauben unter Kontrolle. Auch der größte italienische Bauernverband Coldiretti warnt vor einer Kriminalisierung der Landwirtschaft durch mafiöse Strukturen. Sie zerstöre den freien Markt und unterdrücke ehrliche Bauern. Die italienische Beobachtungsstelle für Agromafia schätzt die Gewinne der Clans auf jährlich mehr als 24,5 Milliarden Euro.

Die Mafia bemächtige sich nicht nur großer Bereiche der Agrar- und Ernährungswirtschaft und der daraus erzielten Gewinne, wobei sie auch die durch die Pandemie und die Energiekrise verursachte Krise ausnutzt. Sie beeinträchtige auch die Qualität und Sicherheit der Erzeugnisse, was indirekt dazu führt, dass das Image italienischer Produkte und der Wert der Marke „Made in Italy“ stark in Mitleidenschaft gezogen werde. Den Kriminellen wird Diebstahl von landwirtschaftlichen Geräten und Mitteln, Erpressung, Beschädigung von Ernten, Wucher, illegale Schlachtung sowie Betrug an der Europäischen Union bis hin zur Kontrolle ganzer Supermarkt- und Restaurantketten vorgeworfen.

(ru / Quelle: Coldiretti, Foto: 123rf.com)

 

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