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Alberto Blasetti
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Das Weingut Domaine de La Chapelle (Rhône-Tal) hat die Winzerin und Önologin Chiara Pepe (l. im Bild) aus den Abruzzen zur leitenden Weinmacherin ernannt. Ab dem Jahrgang 2026 wird sie ihre Tätigkeit zwischen dem Weingut in der Appellation Hermitage und dem Familienbetrieb Emidio Pepe in den Abruzzen aufteilen, wo sie weiterhin als verantwortliche Önologin arbeiten wird.

Pepe stammt aus einer traditionsreichen Winzerfamilie und hat sich mit präzisen, eleganten Weinen – vor allem Trebbiano und Montepulciano d’Abruzzo – international einen Namen gemacht. Ihr Ansatz basiert auf biodynamischen Prinzipien.

Mit der Personalentscheidung setzt Domaine de La Chapelle seine langfristige Strategie fort, die Ausdruckskraft seiner historischen Lagen weiter zu schärfen. Seit der Übernahme setzt die Familie Frey verstärkt auf nachhaltige und präzise Weinbergsarbeit. Laut Delphine Frey (r. im Bild) bringt Pepe fachliche Expertise und ein tiefes Verständnis für nachhaltigen Weinbau mit. Ziel sei es, die Identität des Terroirs herauszuarbeiten und gleichzeitig eine behutsame Weiterentwicklung zu gewährleisten. Im vergangenen Jahr hatte sich Delphine Freys Schwester Caroline aus gesundheitlichen Gründen von der Leitung zurückgezogen.

Im Weinberg soll weiterhin nach streng biodynamischen Grundsätzen gearbeitet werden, um Biodiversität, Balance und Vitalität der Reben zu fördern. Im Keller liegt der Fokus auf spontaner Gärung, schonender Extraktion und der Reduktion des Holzeinsatzes zugunsten von Gefäßen wie Beton. Zudem ist längere Flaschenreife vorgesehen.

Chiara Pepe betont, sie wolle die Eigenständigkeit der Lagen respektieren und Weine erzeugen, die Herkunft, Präzision und Langlebigkeit vereinen. Ihre Aufgabe sieht sie darin, das Terroir zu interpretieren und dessen Charakter möglichst unverfälscht zum Ausdruck zu bringen.

(ru – Bild: Alberto Blasetti)

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